Für Fabi gab es aber trotzdem Nahrung auch ohne griechische Schönlinge. Europäische Touristen nämlich, und zwar die graumelierten Fuffziger. Typen also, die ihre Emma und ihre Olga in- und auswendig kennen. Fehlt nur noch, dass sie sich mit dem Skalpell über ihre langweiligen Ehefrauen hermachen, das würde vielleicht noch was hergeben, die Mutti aufzuschneiden, um mal mitzubekommen, wie denn so ein weibliches Zwerchfell aussieht. Oder ein Eierstock oder so. Die heutigen Fuffziger sind gierig. Sehr gierig. Sie sind gierig nach Analverkehr. Emma und Olga hätten das niemals zugelassen. „Heiner, Du bist im falschen Loch“, rufen sie entsetzt, und dieses Entsetzen führt bei Klausi, Heiner und Rainer sofort zu einer Erektionsstörung.
Die Fuffziger wollen es einvernehmlich. Sie wollen die Frauen ins Arschloch vögeln, klar, aber es sollen Frauen sein, die zwischen Anus und Vulva unterscheiden können und bewusst den Arsch hinhalten. Wie Fabi. Ach. Fabi. Fabi war also, wie dieser Text vermuten lässt, empfänglich für Sex jeglicher Spielart. Ihr Mund liess alle Männer sofort an Oralsex denken, weil ihre Lippen so frech aufgeworfen waren. Da kam den Fuffzigern nichts anders in den Sinn als „ja, da kann man doch reinspritzen“, während sie die Euros zückten, um ihrer Olga den Sonnenhut zu bezahlen. Fabi kleidete sich ausgesprochen figurbetont. Das mache ich auch, klar – aber ich habe ein Privileg. Ich wohne nicht mehr ständig in Zakinthos, sondern verbringe nur ein paar Wochen pro Jahr hier. Den Rest der Zeit vergnüge ich mich in Athen, in Zürich und neuerdings in Portofino, Italien, wo ich mir eine kleine Wohnung gekauft habe.
Dann fiel er mir auf. Ein archetypischer Fuffziger, der direkt hinter Fabi stand, die sich bückte, um einen bemalten Teller aus dem untersten Regal zu heben. Und wenn Fabi sich bückt, dreht sich die Welt. Fabis Arsch. Darüber habe ich noch nicht gesprochen.
Fabis Polöchlein
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Fabis Polöchlein
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