Liebevoll massierte ich jeden einzelnen ihrer Zehen und ihre vor Öl glänzenden kleinen Füße. Nach einer kleinen Ewigkeit beugte ich mich runter und küsste einen ihrer großen Zehen. Das schien sie aufzuwecken. Mit einem kurzen Aufschrei fuhr sie auf
„Du bist wahrhaftig ein Teufel.“
„Dein seliger Blick straft aber Deinen Tadel Lügen“, antwortete ich salopp und küsste ihren anderen großen Zeh. Erneut entfuhr ihr ein unterdrückter Seufzer. Dann nahm ich ihre Schuhe und streifte sie ihr über. An ihrem ungläubigen Blick erkannte ich, dass sie damit wohl als Allerletztes gerechnet hatte. Innerlich musste ich grinsen.
„Magst Du ein wenig naschen?“
„Ich, ähh…ja, gerne.“ Stammelte sie perplex. Sie konnte es offensichtlich nicht fassen, dass ich nicht versucht hatte, über sie herzufallen.
Ich holte den Teller vom Couchtisch und reichte ihr eine Praline, die sie dankend entgegennahm.
Eine Zeitlang saßen wir schweigend da, naschten Pralinen und Trauben.
„Nun erzähl doch mal…wie geht’s Dir so als Mensch?“ wollte ich wissen.
Eva schluckte genießerisch eine Nougatpraline runter.
„Es ist…verwirrend. So viele Gefühle, soviel Eindrücke.“ Sie nahm eine weitere Praline in die Hand, schaute zuerst das Schokoladenkügelchen, dann mich an. „Soviel Versuchungen.“
„War das der bekannte Wink mit dem Zaunpfahl?“ spottete ich.
Als Antwort bekam ich meinen mir schon gut bekannten mokanten Blick, der für mich quasi ihr Symbol geworden war.
Wir unterhielten uns noch ein wenig, dann beschlossen wir, ins Bett bzw. in meinem Fall auf die Couch zu gehen.
Sie wollte gerade ins Schlafzimmer verschwinden, als ich sie bei ihrer Hüfte festhielt und ihr „Gute Nacht“ wünschte. Dann biss ich ihr ganz sanft in den Nacken, entlockte ihr ein gekeuchtes „Oh Gott“. Ohne sich noch einmal umzudrehen löste sie sich von mir und verschwand hinter der zuknallenden Tür.
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