„Ich wohne in der Nachbarschaft von Frau Riedl und habe manchmal abends auf die beiden aufgepasst!“
„Ah, ja;“ antwortete Olivia. „Mein Mann und ich haben die Kinder adoptiert!“
„Das ist ja schön! Ich habe mir solche Sorgen gemacht!“ Die fremde Frau stellte sich als Annemarie Richter vor und reichte Olivia die Hand.
„Sag mal,“ Liv sprach Clara an, “kennst Du Frau Richter?“
„Na klar!“, antwortete die Fünfjährige. „Bei Anne gibt’s immer Tee und sie liest ganz viel vor!“
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„Entschuldige bitte, aber ich habe echt keinen Nerv…“
Liv hatte die Kinder zu Bett gebracht und wurde sofort von Martin, na sagen wir mal umgarnt. Er fand es einfach süß, wie seine Frau sich sorgte und hatte sehnsüchtig darauf gewartet, dass sie allein waren.
Ohne Protest nahm Olivias Mann diese Abfuhr hin. Stattdessen erkundigte er sich, wie denn der allererste ganze Tag mit den beiden Kindern verlaufen sei. Liv berichtete vom Frühstück und dass es dauerte, bis sie die Beiden im Auto hatte. Dass der Stein für Mama richtig toll war, musste Clara gleich schon loswerden, als Martin nach Hause gekommen war.
„Auf dem Friedhof hat uns eine Frau angesprochen;“ erzählte Olivia. „Die Kinder kennen sie. Es war wohl so, dass Martina diese Annemarie Richter ab und zu hat auf die Kinder aufpassen lassen.
„Das wäre vielleicht auch die Lösung…“ Olivia lag auf dem Sofa, ihren Kopf auf Martins Schoß. Sein Streicheln und sein Spielen mit ihren Haaren fand Liv so entspannend, dass sie während dem Reden einschlief.
Martin schaute sich daraufhin ganz entspannt eine Folge „In aller Freundschaft“ an, bevor er seine Frau vorsichtig weckte und ins Schlafzimmer trug.
„Es tut mir leid…“ Beinahe flehend bat Liv am Morgen ihren Mann um Verzeihung, dass sie am Abend so frühzeitig eingeschlafen war.
Martin grinste. „“Um halb zehn. Hier. Nackt!“ Dann schenkte er seiner Frau ein Küsschen und fuhr zur Firma.
Endlich
schreibt mima