Fantasien werden real

Manchmal kommt es anders als erwartet

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Fantasien werden real

Fantasien werden real

Jo Diarist

Zwinge ihr nichts auf, aber lebt eure Lust aus, solange ihr das könnt. Manchmal spielt einem das Leben übel mit und dann bereut man einige seiner Entscheidungen.“
Die letzten Worte klingen sehr trübsinnig und ein schmerzlicher Zug umspielt dabei seinen Mund.
Als er die Hundeleine nimmt, greife ich gerade nach Lillys Kleidung und überhöre fast die ersten Worte von dem, was er noch an mich gewandt hinzufügt.
„Ach so, und die Bilder die du gemacht hast. Für euch zur Erinnerung ist es okay. Du solltest ihr sie anderen zeigen, oder öffentlich machen, bitte ohne erkennbares Gesicht von mir.“
Mit diesen Worten setzt er seinen Weg fort. Verblüfft blicke ich ihm nach, denn er gibt mir Rätsel auf.
Er ist unseren Blicken entschwunden und ich komme zur Besinnung, als ich bemerke, dass Lilly an mich herantritt. Sie nimmt mir die Kleidung aus der Hand und schlüpft hinein.
„Lilly …“, beginne ich, weil ich das Bedürfnis habe mich zu erklären, doch sie macht eine abwehrende Handbewegung.
„Nicht jetzt“, sagt sie leise und tritt langsamen Schrittes den Rückweg an.
Hastig packe ich die Fotoausrüstung zusammen und folge ihr. Als ich sie eingeholt habe, kann ich die Mauer förmlich fühlen, die sie um sich gezogen hat. Lilly will jetzt nicht mit mir reden. Ich akzeptiere das, obwohl es mich fast zerreißt.
Schweigend legen wir mit dem Auto die viertelstündige Heimfahrt zurück. Als wir das Haus betreten und ich einen weiteren Versuch mache mit ihr zu reden, schüttelt sie nur den Kopf.
Lilly geht ins Bad und ich in mein Arbeitszimmer.
Total von der Rolle sinke ich in meinen Bürosessel und versuche das Geschehen zu analysieren.

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