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Javier und Susanna behielten ihre wöchentlichen Treffen bei. Die Lage spitzte sich zu. An einem Samstagvormittag kreuzte er bei Susanna auf. Sie spazierten zusammen durch den Park und setzten sich auf eine Bank. Javier legte sich auf die Bank, den Kopf in Susannas Schoß, die ihm das Haar streichelte. Dagmars Familie hatte ihn zur Rede gestellt, er erzählte von dem Familiengericht. Bruder und Vater kamen in die Wohnung, nahmen ihn in die Mangel und drohten mit dem moralischen Zeigefinger. Javier sagte, er wäre diesem Druck nicht gewachsen. Er kam, um mit Susanna Schluss zu machen. Aber Susanna wollte es nicht akzeptieren.
Der Kuss war schuld. Dieser verdammte, romantische Zungenkuss am Steinhuder Meer. Es war, als wären dadurch sämtliche Schleusen geöffnet wurden, sämtliche Dämme gebrochen. Nie und nimmer hätte sie sich darauf einlassen dürfen. Sex ist das eine, aber bei einem innigen Kuss vereinigen sich die Seelen.
Während ihrer Liebschaft hatte sie ihm einige romantische Briefe geschrieben. Einmal hatte er mit einem handgeschriebenen Liebesbrief geantwortet. Da stand, dass er Susanna mehr liebte, als er Dagmar je geliebt hatte. Als Javier sie verlassen wollte, packte Susanna diesen Brief gemeinsam mit den Fotos von der Cebit in einen Umschlag und schickte ihn an die Ehefrau.
Javier hielt auch diesmal nicht lange durch. Er erzählte Susanna von der Wirkung ihrer „Briefbombe“. Dagmar verlangte eine Eheberatung von ihm. Widerwillig ging er hin. Javier war zur Lüge gezwungen, als man ihn fragte, ob er Susanna noch sähe. Heimlich suchte er einen zweiten Therapeuten auf, für sich allein.
Unter Aufbietung all seiner Kräfte rang er sich dazu durch, ihr Verhältnis zu beenden. Er bestellte sie extra zu seinem Arbeitsplatz, wo er sich sicher fühlte. Susanna hatte ihn schon früher in der Bank besucht. Sie hatten Sex im Serverraum.
Javier bat Susanna in eine Polsterecke und setzte sich in sicherem Abstand zu ihr. Susanna ertrotzte sich eine letzte Umarmung, einen letzten Kuss. Als sich ihre Wangen berührten, Susannas Lippen seine Haut streiften, spürte sie seine Erregung. Sekunden später standen sie eng umschlungen und küssten sich heftig. Sie schlossen sich auf der Toilette ein und gaben sich einander wild und hemmungslos hin.
Dann schickte er ihr eine E-Mail:
Fatale Begierde
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