Federowa, die Überraschung

Der Biss der Schlange

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Federowa, die Überraschung

Federowa, die Überraschung

Joana Angelides

Die Fürstin war heute besonders ungeduldig und herrschte das Mädchen bei jeder Gelegenheit unwirsch an.
Der Grund war sicher, dass sie bereits seit einigen Tagen die langweilige Gegenwart ihres meist verreisten Gatten ertragen musste. Er war kein sehr fantasievoller Liebhaber, sondern ein grundsolider Handarbeiter, mit gelegentlichen Erektionen.

Niemals würde er es wagen, seine Zunge an ihrer intimsten Stelle einzusetzen, er hatte keine Ahnung, dass ihr das Vergnügen bereitete. Obwohl er es geradezu liebte, wenn es seine Geliebte in der Stadt verlangte und sich dabei wie eine Wilde gebärdete.
Er liebte es vor allem, wenn sie sich dann revanchierte und ihn so lange mit Zunge, ihren Zähnen und den Fingerkuppen reizte bis er die Beherrschung verlor. Solche Behandlungen fanden von Seiten der Fürstin niemals statt.

Natürlich hatte er die verschiedenen Reitgerten und Lederpeitschen seines Weibes im Schlafzimmer bemerkt, doch er führte das auf ihre Reitleidenschaft zurück, wertete es als eine Marotte. Wenn er hin und wieder das pralle Hinterteil der Fürstin ansah, überlegte er schon, wie er sie mit einer Peitsche durch den Parcour oder das Schlafzimmer jagen und seine Abneigung mit einer Peitsche abreagieren könnte. Er würde es genießen, sie schreien und betteln zu hören, es genießen, wenn die Peitsche rote Striemen auf ihrem Po hinterlassen würde.

Beim Frühstück sah er sie an und bemerkte so nebenbei:
„Hast du gewusst, dass im Orient Männer ihre Frauen früher, wahrscheinlich heute noch, des Öfteren auspeitschen ließen, wenn sie nicht gehorsam waren?“

Sie hob erstaunt den Blick.
„Wage es ja nicht nur daran zu denken!“

„Also bisher hatte ich ja keine Veranlassung, da du ja immer sehr freundlich und gehorsam bist!“

„Was heißt gehorsam! Ich denke, du siehst das falsch. Ich benehme mich eben wie eine gute Ehefrau und erfülle weitgehend deine Wünsche, oder?“ Ein kleines Fragezeichen schwebte doch im Raum

Sie hatte noch nie daran gedacht, wie es sein würde, wenn jemand diese Peitschen und Gerten an ihr ausprobieren würde! Bisher war sie es, die diese Instrumente schwang und es genoss.
Doch das kleine Funkeln in den Augen ihres Gatten beunruhigte sie doch.
Sie erhob sich und schritt langsam, aber gezielt ins Schlafzimmer. Sie wollte Distanz zwischen sich und dem derzeit scheinbar in einer gefährlichen Fantasie gefangenen Ehemann zu bringen.

Er folgte ihr und fasste sie von rückwärts an den Schultern und streifte ihr den Morgenmantel ab.
Da sie sich verkrampfte und sperrte, riss er ihr plötzlich das Nachthemd rückwärts auf und warf sie auf das Bett. Dann nahm er den Gürtel des Morgenmantels und bevor sie es richtig begriff, hatte er sie am Kopfende des Bettes angebunden.
„Binde mich sofort wieder los, was fällt die ein? Rühr mich ja nicht an“, schrie sie.

„Sei ruhig, du bist mein Weib und gebärdest dich eigentlich gar nicht danach. Ich will einmal spielen mit dir, ich bin jederzeit dein Herr und Gebieter und ich werde nun einmal die eine Gerte ausprobieren, vielleicht auch noch die andere, betrachte dich als meine Stute.“

„Wehe dir, lass das!“

Langsam ließ er die schwarze Gerte mehrmals über ihre beiden Hinterbacken gleiten.
Sie schnaufte erregt und voller Angst. Zu oft hatte sie das Mädchen schreien hören und gesehen, wie die Striemen rot anliefen.

Plötzlich hörte er auf und sie atmete schon befreit auf, als der erste Schlag auf sie niedersauste. Sie riss den Mund auf, brachte aber keinen Ton heraus. Erst als er hintereinander einige Male zuschlug begann sie zu schreien, und beim ungefähr zehnten Schlag wimmerte sie nur mehr. Ihre Beine schlugen herum und bekamen dadurch einige Schläge ab. Die Gerte biss sich wie eine Schlange in ihr Fleisch und ihre Nervenbahnen, Sie brüllte fürchterlich, aus Schmerz und Zorn.

Es begann ihm plötzlich zu gefallen.

Das Mädchen im Nebenzimmer hielt gleich beim ersten Schrei der Herrin inne und riss erstaunt die Augen auf. Sie schlich sich zur Tür und öffnete diese einen Spalt.
Da sah sie die Szene und auch den Fürst, wie er voller Wucht und mit Genuss auf sein Web einschlug.
Ihr Herz begann zu rasen, sie hätte nie gedacht, dass der Fürst zu so was fähig war. Sie sah ihn nun mit anderen Augen.
Der Fürst spürte wie Zorn, aber auch unerwartet Erregung in ihm aufstieg. Das machte ihn noch rasender, als er schon war. Sein Verlangen nach ihr war seit Langem nicht mehr wirklich spürbar. Doch in diesem Moment war es sehr groß. Er legte die Gerte weg und beugte sich von rückwärts über sie und nahm sie mit einigen wilden Stößen. Sein Höhepunkt war unglaublich stark, er hielt sich an ihren Hüften fest und kam nochmals.
Sie bekam offensichtlich, trotz dem Schmerz den sie auf ihrem wunden Po verspürte, einen Orgasmus und stöhnte lang gezogen.
Dies alles erstaunte und verwirrte den Fürst, er richtete sich auf und stürmte aus dem Schlafzimmer, ohne ihre Fesselung zu lösen. Er wollte nur weg und sich irgendwie wieder fangen.
Das Mädchen hatte alles durch den Türspalt beobachtet und stürzte nun in den Raum, um ihre Herrin zu befreien. Diese lag völlig hilflos bäuchlings am Bett und weinte, mehr zornig, als vor Schmerz, vor sich hin.
Sie war wütend. Teils weil er es wagte, sie so zu erniedrigen! Dann über die Tatsache, dass es sie offenbar auch noch erregte, sie einen Orgasmus hatte und er sie dann einfach so daliegen ließ und den Raum verließ.
Das Mädchen behandelte ihre Striemen vorsichtig mit der Salbe, die sie selbst immer verwendet, wusch ihre leise vor sich hinwimmernde Herren und deckte sie dann vorsichtig zu.

„Du wirst darüber schweigen, sonst lasse ich dich ebenfalls die Gerte spüren, aber in dreifacher Menge!“
Die Fürstin hatte sich offenbar wieder erholt, bemerkte das Mädchen mit Genugtuung. Wie sollte es geheim bleiben, das ganze Haus musste es gehört haben!

„Und ich möchte, dass morgen der neue Offizier kommt, jener der erst seit einer Woche in der Garde ist, er schaut sehr kräftig aus!“

Das Mädchen musste lächeln. Das hatte sie erwartet, als sie gestern die begehrlichen Blicke der Fürstin am Balkon bemerkte.

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