„Klick“, machten die Handschellen. Ein Schauer lief ihm über den Rücken. Ein kalter? Ein heißer? Pascal wusste es nicht so recht. Schließlich war es Marie, die ihm gerade die Handschellen angelegt hatte. Marie, die beste Freundin seiner kleinen Schwester, die er seit Kindheitstagen kannte. Marie, die er in Gedanken häufig noch in ihrem gelben Bikini mit dem bunten Blumenmuster vor sich sah, auf den sie so stolz gewesen war, obwohl die Körbchen nicht ansatzweise ausgefüllt gewesen waren. Was man heute nicht mehr behaupten konnte, denn sie hatte sich zu einer üppigen Schönheit mit langen, dunklen Locken entwickelt. Trotzdem – Marie war Marie, und seine körperliche Reaktion überraschte ihn. Allerdings hatte auch sie ihn überrascht, als sie plötzlich vor seiner Tür gestanden und ihm, kaum hatte er sie geöffnet, mit einem lauten Lachen ein paar Handschellen angelegt hatte.
„Was soll das werden?“, fragte er so nonchalant wie möglich.
„Wirst du schon sehen“, erwiderte sie kichernd, hakte den Zeigefinger in die Handschellen ein und zog ihn hinter sich in die Wohnung. „Oh, Wein, wie gut!“, sagte sie mit einem Blick auf das Glas auf seinem Wohnzimmertisch. Sie sah ihm tief in die Augen und führte das Glas langsam an die Lippen, stellte es aber ruckartig wieder ab und sagte: „Ich muss ja noch Autofahren, da darf ich nichts trinken.“
Ehrlich gesagt wirkte sie bereits jetzt leicht angetrunken, doch er verkniff sich diesen Kommentar. „Marie, was soll das überhaupt werden? Kannst du bitte mit dem Unsinn aufhören? Ich muss gleich los.“
„Ja, ja, ich weiß, Max’ Junggesellenabschied. Aber der wird nicht stattfinden, zumindest nicht so, wie ihr es geplant habt.“
„Was soll das werden?“, wiederholte er, doch sie ging nicht auf seine Frage ein, sondern schaute sich nur musternd in seiner Wohnung um.
Fesselnder Junggsellenabschied
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