...Der Eimer mit dem Zauberkleister kippte um. Die Brühe floss klebrig über die Füße des Henkers. Unter ihnen taten sich sogleich geheimnisvolle Buchseiten auf, ...und der erschreckte Vollstrecker verschwand zwischen den Zeilen der Ewigkeit...
Doch ehe unser Magier hinterher springen konnte, griff die Windhose mit voller Kraft in den Zauberbrei, …und verwirbelte Staub und Paste zu einer unauflöslichen Einheit.
Der Magier glaubte seinen Augen nicht zu trauen: Durch seine enge Kammer, jagte plötzlich ein überdimensional gewaltiges Schlachtross, auf dem ein schauriger Ritter mit eingelegter Lanze saß. Krachend bohrte sich die Waffe in die Wand.
Die Wucht des Aufpralls war so gewaltig, dass Putz von der Decke rieselte. Trotz schwerer Rüstung, sanken Roß und Reiter betäubt zu Boden.
Gidion Ed‑Shabby hatte noch nie etwas ähnlich Furchtbares gesehen. Drachen waren hierzulande kein angenehmer Anblick. Sie waren groß, gemein, ...und vernichteten alles, was sie nicht rauben, oder sich sonst irgendwie nützlich machen konnten...
Aber so ein riesiges, vierbeiniges Tier mit Eisenpanzer, dass wie aus dem Nichts auftauchte und einem die Wohnung verwüstete, hatte Ed‑Shabby in seinen kühnsten Alpträumen noch nicht gesehen.
Das konnte eigentlich nur ein Gott sein. Und er würde ziemlich wütend werden, wenn er erwachte. Denn es stand Zauberern nicht zu, ihre Türme mitten in die Reisewege von Göttern zu bauen. Und der Knecht des Gottes, dieser eisengepanzerte Riesenmensch, trug ein Schwert an seiner Seite, gegen das die Waffe des verschwundenen Scharfrichters wie ein harmloses Küchenmesser wirkte...
Der Magier Gidion Ed‑Shabby musste den Gott irgendwie besänftigen. Denn wenn er zornig über die Weltenscheibe tobte, würde sie so sehr ins Trudeln geraten, dass sie vom Plattenspieler hüpfte, ...und in die große Linsensuppe am Rande des Universums stürzte...
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