Lasst uns eine Nacht des Nachdenkens teilen. Morgen ziehen wir in den Krieg.“ Thunder war beeindruckt. Gretchen faszinierte ihn, wie es selten eine Frau vermocht hatte. „Ich bin einverstanden. Danke für deine Bereitschaft, mir zu helfen, Gretchen. Ich weiß das zu schätzen. Dank auch für dich, König der Ratten. Ich bin ausgezehrt nach der langen Haft und ich sehne mich nach Entspannung.“ Das war das Stichwort, auf das Norvegicus gewartet hatte. Wie aus dem Nichts tummelten sich drei Nymphen um Thunder, die mit nichts als einem durchsichtigen Kleid bekleidet waren. Eine warf sich über Thunders Schoß, während eine andere seinen Mund küsste. Die dritte Nymphe lüftete ihr Gewand, so dass Thunder ihre vollen Brüste genießen konnte. Die Nacht war jung und die Begierden umso älter. Gretchen hatte keine Lust auf Sex und auch Stiv verzichtete auf die Freuden des Fleisches. Beide dachten an den morgigen Tag. Gretchens Entschluss stand fest. Stiv entschied, dass auch er Thunder helfen wollte. „Wer braucht eine Apokalypse, solange das Leben noch ein bisschen Freude bietet?“ Gretchen war da ganz seiner Meinung. Sie spürte Shawnees Nähe, die wie Blitz und Kate nicht mehr weit entfernt waren. Gretchen fragte sich, was Candara und Laurie im Schilde führten. Es gab keine Gewissheiten. Die Tochter des Mondes spürte die Bürde ihres Amtes. Gretchen wollte sich der Aufgabe stellen, ganz egal, wie schwierig sie war. Sie schmiegte sich an Stiv. „Ich werde Thunder unterstützen, weil ich dich nicht alleine gehen lassen will. Du bist besonders, Tochter des Monds!“ Gretchen lächelte. Sie war müde geworden. „Ich bin froh, dass du das sagst.“ Unsere Anführerin stand vor ihrer schwersten Aufgabe. Niemand konnte vorhersagen, ob sie ihr gerecht werden konnte. Die Nacht senkte sich über den Hof des Königs. Eine trügerische Ruhe kehrte ein, die nur durch Thunders Stöhnen gestört wurde. Die Nymphen gaben dem gefallenen Engel, was er schmerzvoll vermisst hatte. Thunder fand in ihren Armen einen Grund um weiterzuleben. Die Krux bestand darin, dass er dafür seinen Bruder töten musste. Thunder verdrängte den Gedanken an Morgen. Er genoss die Berührungen, die ihm viel zu lange verwehrt wurden. Bald schon würde er wieder auf seiner Harley sitzen und dann sollte sich nicht nur sein Schicksal entscheiden.
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