First Dates Hotel

64 22-34 Minuten 2 Kommentare
First Dates Hotel

First Dates Hotel

Sven Solge

Johanna hörte Musik im Radio und kam flott voran. Immer wieder wurden über den Verkehrsfunk Staumeldungen durchgegeben, zum Glück nicht auf ihrer Strecke. Kurz hinter Nürnberg kam noch eine Warnung wegen eines Falschfahrers, auf der A1, was sie Gott sei Dank nicht betraf.
Zuhause angekommen, holte sie zuerst Mister Ed von Bea ab. Der Kater schien etwas beleidigt zu sein, denn er ignorierte Johanna so lange, bis sie wieder in ihrer Wohnung angekommen waren. Erst nachdem er sein Lieblingsfressen bekommen hatte, wurde er wieder zugänglicher.
Am Abend schrieb sie Sören eine Nachricht, dass sie gut zuhause angekommen wäre. Erhielt aber keine Antwort. Nun es konnte ja sein, dass er im Stau gestanden hatte und noch gar nicht zurück war.
Als sie gegen 23 Uhr ins Bett gehen wollte und immer noch keine Nachricht von ihm kam, machte sie sich langsam Sorgen. Sie wählte seine Nummer und bekam sofort die Meldung: „Dieser Anschluss ist im Moment nicht erreichbar!“
Auch ihre Nachrichten waren noch nicht gelesen worden?
Eigenartig, sollte sie sich so in Sören getäuscht haben?
Johanna verstand es nicht? Die Tage im Hotel, die endlosen Spaziergänge und der unvergleichliche Sex, hatte in ihr etwas zum schwingen gebracht, was deutlich mehr war als nur Schwärmerei.
Die Tage vergingen und nach einigen Wochen war der Schmerz der Enttäuschung nicht mehr so schlimm.
Johanna stürzte sich in die Arbeit, um sich abzulenken.
Eines Abends klingelte plötzlich ihr Handy. Die Nummer war ihr nicht bekannt, wer sollte sie um diese Zeit noch anrufen? Im ersten Moment wollte sie den Anruf wegdrücken, doch dann entschied sie sich anders, es konnte ja auch ein neuer Kunde sein.
Sie Meldete sich und am anderen Ende hörte sie eine sehr leise, weibliche Stimme: „Karlsson! Spreche ich mit Johanna?
„Ja, ich bin Johanna! Was kann ich für sie tun?“ Ein eigenartiges Gefühl beschlich Johanna.

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Eine sehr tiefgehende Geschichte

schreibt Fritz850

Das ist eine so gefühlvoll erzählte Geschichte, dass man dazu eigentlich nur schweigen kann... Ganz großes Kompliment an den Autor.

Bravo!

schreibt ganode

Eine sehr schöne Geschichte, lieben Dank! Dennoch, sehr geschätzter Sven, mach dein Ding weiter, und schiele nicht auf das, was andere machen. Von mir aus muss keiner am Ende sterben, nur weil's das Drama unterstreicht. Der Fick der Protagonisten hätte dafür viel längeren Platz einnehmen können, aber nun ja: Du bist der Autor, du machst die Regeln.

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