Keine Ahnung, was er glaubte damit auslösen zu können? Dass ich in sein Schlafzimmer komme und ihn spontan bespringe?
Eines Tages wurde es eng, da bedrängte er mich im Badezimmer. Die Tür war wie alle anderen Innentüren im Haus nicht mehr abschließbar, nachdem er alle Schlüssel einkassiert hatte.
Ich stand im Slip vor dem Spiegel und er kam rein, umschlang mich von hinten und versuchte, seine Hand in mein Höschen zu bekommen. Ich wehrte mich kreischend und strampelnd und hatte Glück: Seine Frau kam mir zur Hilfe, sprang ihm auf den Rücken und kreischte und strampelte ebenfalls, bis er von mir abließ.
Sie musste das teuer bezahlen. Er schleppte sie ins Schlafzimmer, und alle Kinder konnten hören, wie er sie dort vergewaltigte, mehrmals hintereinander. Sie hatte ein blaues Auge sowie blaue Flecken und Prellungen an den Oberarmen, als er sie nach einer gefühlten Ewigkeit endlich in Ruhe ließ und aus dem Raum entließ. Letztendlich behielt das ekelhafte Schwein – zumindest was mich betraf – seinen Schwanz in der Hose, weil man das so machte bis zur Hochzeit, aber … er setzte einen Hochzeitstermin an …“
„Er setzte einen Hochzeitstermin an?“ Ich war entsetzt. „Und dann?“
„Und dann …? Dann kam Luke ins Spiel.“
„Wer ist Luke?“
„Luke war eines seiner Kinder, ein heftig pubertierender Vierzehnjähriger. Ich hatte schon vor dem großen Beißen häufiger das zweifelhafte Vergnügen, seine völlig verklebten Unterhosen in die Wäsche zu geben und seinen überfüllten Papierkorb zu leeren. Soviel Schnupfen kann man gar nicht haben.“
„Aber welche Rolle spielte …?“
„Luke? Na, wir mussten doch Zeit gewinnen. Der Alte war ja letztlich trotz allem auch ein Traditionalist; er wollte seine Blutlinie sichern, und Mädchen waren Mangelware. Karen konnte ihm einreden, dass Luke mich heiraten solle, sobald er sechzehn Jahre alt würde.
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