Flüstereien und ein ernstes Gespräch

Eine nicht alltägliche Familie - Teil 69

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Flüstereien und ein ernstes Gespräch

Flüstereien und ein ernstes Gespräch

Grauhaariger

„Mein Mann und ich fragen uns natürlich…,“ Franziska stockte kurz, „ob ihr das auch von uns erwartet?“ Leon hatte jetzt das Flüstern bemerkt und fragte: „Was macht ihr denn da?“
„Wir reden nur über die Firma!“, beruhigte Martin seinen Sprössling. Dieser gab sich zunächst mit dieser Antwort zufrieden.
„Nein“, antwortete Martin ruhig und gelassen auf die Frage seiner bisherigen Verwaltungsleiterin. „So etwas würden Olivia und ich niemals von jemandem erwarten!“
„Was?“, fragte Leon.
„Dass man etwas Bestimmtes für uns tut!“ Auch diesmal gab sich der Vierjährige mit der Antwort zufrieden.
Selbst Martin bemerkte durch seinen Blick in den Rückspiegel, dass seiner Angestellten ein Stein vom Herzen fiel.
War er seiner neuen Geschäftsführerin eine weitere Erklärung schuldig? Martin überlegte kurz und meinte dann: „Patricia ist schon lange eine gute Freundin und nach dem Vorfall in Brasilien und Gesprächen mit meiner Frau sowie Nils beinahe begeisterten Zustimmung …“ Nein, mehr würde er jetzt nicht mehr dazu sagen.
„Was ist mit Pat?“ Leon hatte große Ohren.
„Ach, die Baumüllers kommen uns doch jetzt öfter mal besuchen…!“
„Ja! Pat ist ja auch meine Freundin!“ Beide, Franziska und sein Dad, wurden von Leon kurz angesehen, bevor dieser wieder sein Augenmerk auf die Umgebung richtete.
Frau Direktor, in Österreich wird man schnell so tituliert, beugte sich wieder flüsternd Martins Ohr zu. „Das freut mich für Euch!“
Der Firmenchef grinste zustimmend. Und bekam zu hören: „Juan und ich … wie soll ich sagen … wir überlegen schon länger …“
Martins Kopfkino begann in Bruchteilen von Sekunden Bilder zu erzeugen. Wollten die da Silvas ihn als zweiten Mann im Bett dabeihaben? Hatte er doch Franziska immer nur als graue Maus wahrgenommen. Aber seit besagtem Freitag vor Weihnachten, als er sie nackt im und am Pool gesehen und erlebt hatte „… ja, warum nicht?“
„Was meinst Du? Ob wir die Baumüllers einmal ansprechen dürften …?“

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