Liesel schaute mit großen Augen, wie das Sperma aus Konrads Eichel hervor sprudelte. Da kam es auch ihr, was sich in krampfartigen Zuckungen äußerte. „Ohhh, das ist herrlich…“ Später brachte Konrad sein erschöpftes Mädchen nachhause. Noch ehe der erste Hahn seinen Morgengruß rief, lag Liesel unter ihrer Bettdecke. Beruhigt sah sie den Brief auf dem Schreibtisch, den sie dummerweise offen liegen gelassen hatte. Wie es aussah, lag er an derselben Stelle, an die Liesel sich erinnerte. Das Mädchen schlief arglos ein.
Karl begleitete seinen Vater zu seinem Hausarzt in der Stadt. Der alte Herr wollte alleine fahren, aber das erlaubte Karl nicht. So setzte er sich neben seinen Vater in die Droschke, während der Vierspänner Fahrt aufnahm. Der Kutscher ließ die Peitsche knallen, worauf Liesel ans Fenster gelockt wurde. Ein seltsames Kribbeln lief über ihren Rücken, als sie das Geräusch zuordnen konnte. Sie beeilte sich, da das Fräulein wartete. Liesel spürte einen Anflug schlechten Gewissens, das auf der gestrigen Nacht resultierte. Sie zwang sich zur Ruhe, ehe sie die Tür zum Studierzimmer aufstieß. Ihr fiel sofort auf, dass Fräulein Luise anders aussah. Die schöne Dame trug knappe Reithosen, die sich aufregend an ihre Rundungen schmiegten. Die weiße Rüschenbluse passte dazu, wie auch die kurze - mit den Hosen abgestimmte - hellbraune Jacke. Liesel zwang sich erneut zur Ruhe, um sich ja nichts anmerken zu lassen. Luise lächelte, da das Mädel auf unbedarft machte. „Setz dich Liesel!“ Liesel gehorchte, indem sie sich auf der Couch niederließ. „Wunderst du dich denn gar nicht über meine ungewohnte Bekleidung?“ Liesel stockte. „Doch…wollen wir ausreiten?“ Luise lachte laut. „Das hast du ja gestern schon getan, als du zu später, oder besser früher Stunde abgeholt wurdest. Ich weiß alles, Liesel und dieses Wissen enttäuscht mich schwer! Wieso hast du mir nicht von deinen Nöten berichtet?
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