War sie doch jahrelang Martins Assistentin. So gab es gleich am 02. Januar eine Zusammenkunft zwischen Frau Baumüller und Frau da Silva, um Franziska nicht gleich am ersten Tag, wie das Sprichwort so sagt, ins kalte Wasser zu werfen.
Am Folgetag war dann der Termin mit dem Anwalt der Firma, um Frau da Silva die Prokura zu erteilen. Dafür war die Anwesenheit aller Gesellschafter der GmbH von Nöten. Also die von Martin und Olivia. Franziska würde, wie Patricia gleich bei der Übernahme der österreichischen Dependance, die Gesamtprokura bekommen, damit es bei gemeinschaftlichen Projekten keiner Klärung, wer darf was abzeichnen, bedarf.
Martin hatte jetzt an jedem der beiden Standorte eine Vertrauensperson, die die Geschäfte vor Ort autark führen konnte. Und er könnte sich, wenn Patricia nicht gerade mit irgendeinem Projekt beschäftigt war, nur noch den interessanten Aufgaben widmen.
Es gab einige Entscheidungen zu treffen, auch personeller Art, die sollten Martins Ansicht nach seine beiden Geschäftsführerinnen untereinander ausmachen und ihn dann lediglich in Kenntnis darüber setzen.
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„Und jetzt will ich alles über André wissen!“ Olivia und Martin waren allein im „Spielzimmer“. Clara und Leon durften mit den Großeltern nach Stralsund mitfahren, um dort die letzten Ferientage zu verbringen. Gleich nachdem Olivias viersitziges Cabrio mit ihren Eltern und den Kindern aus dem Blickfeld verschwunden war, flüsterte Martin, der seitlich hinter seiner Frau stand, dieser ins Ohr: „Lust auf ein Spiel?“
„Immer!“ Die blonde Pilotin drehte sich um und gab ihrem Mann einen Kuss.
„Dann komm mit!“
Martin entführte Liv in das kleine, aber feine Studio im Untergeschoß der Villa. Küssend sanken beide auf das große Metallbett.
„Soll ich mich ausziehen?“ fragte Olivia nach einer Weile, in der ihr Mann sie mit Liebesschwüren, mit kleinen Anzüglichkeiten und jeder Menge Liebkosungen verwöhnte und anmachte.
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