Frau Doktors Rohrstock

Episode 18 aus: Die Mädchen von Schloss Ruteberg

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Frau Doktors Rohrstock

Frau Doktors Rohrstock

Andreas

Hedwig hielt den Atem an, als das sattsam bekannte Pfeifen an ihr Ohr drang. Hedwig biss sich auf die Lippen. Der Schmerz war intensiv und viel schlimmer, als sie ihn sich vorgestellt hatte. „Eins!“ Frau Doktor lächelte zufrieden. Hedwig musste nicht erst zum Mitzählen aufgefordert werden. Mittlerweile verzichtet die Direktorin bei den Schülerinnen darauf, da es die allermeisten Mädchen in der Aufregung nicht hinbekamen. Bei Hedwig war dies anders. <Das Mädel ist vom alten Schlag!>, stellte Frau Doktor zufrieden fest. Die erfahrene Pädagogin arbeitete seit über 30 Jahren im Schuldienst. So wunderte sich Hedwig weniger, als sie einen beißenden, zweiten Hieb auf den Po bekam. „Zwei!“ Sie hielt still, obwohl es ihr zunehmend schwerer fiel. Hedwig spürte, dass sie keineswegs geschont wurde. Amanda Streich behandelte sie exakt so, wie sie es bei einem der Mädchen getan hätte. Sie hob den Arm, ließ den Stock mit voller Wucht niedersausen. „Dreiiii!“ Hedwigs sonst so angenehme Stimme bekam einen schrillen Beiklang an. Ihr Popo schmerzte fatal!

Dem vierten und fünften Direktorinnenstreich folgte beinah ein Schrei, den Hedwig nur mühsam unterdrücken konnte. Sie presste die Lippen aufeinander, damit sie stumm blieben. Dafür wurde Hedwigs schöner Po gezwungen, seine vornehme Zurückhaltung aufzugeben. Er bewegte sich hektisch, versuchte durch krampfhaftes Schütteln den Schmerz zu verringern. Es war der Lehrerin anzusehen, wie sie kämpfen musste. Der letzte und sechste Hieb verlangte ihr noch einmal einen enormen Kraftakt ab. Hedwig hätte am liebsten mit den Füßen gestampft, oder sich besser noch den glühenden Popo gerieben. Sie fühlte sich wie damals, als ihr die Lehrerin den blanken Hintern gewichst hatte, weil sie eine Klassenkameradin verteidigte, die von den Mitschülern gehänselt wurde. Sie erinnerte sich an die ungerechten Hiebe, die ihren armen Mädchenpopo traktierten. Hedwigs Mund formte ein Lächeln, obwohl Tränen in ihren Augen schimmerten. Ihr ganzes Gesäß brannte fürchterlich. Man sah sechs gleichförmige Striemen, mit denen Hedwig noch tagelang zu tun haben sollte. Sie richtete sich mühsam auf. Hedwig zog sich zaghaft das Höschen hoch, um dann nach ihrem Rock zu greifen. Die gebeutelte Lehrerin fühlte sich befreit, auch wenn sie an ihren harten Schreibtischstuhl lieber nicht denken mochte. Hedwig Reiser litt unter bösen Poposchmerzen, was sie mit Margot und Lotte verband. Die zwei Mitwisserinnen konnten ja gerade auch nicht so gut sitzen! Als sich Hedwig von der Direktorin verabschieden wollte, fiel ihr ein, dass sie ihr noch von der Unterredung mit den Mädchen berichten musste. Frau Dr. Streich erfuhr nun, wie Hedwig und Stefan die Lotte und Margot zum Reden brachten. Das klappte erst, als den beiden Schlingeln die Popos brannten. Maggie fühlte sich ja selbst schon wie eine halbe Lehrerin, seitdem sie Anne Nachhilfe gab.

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