Wir fanden nur noch drei oder vier von den Mädels vor und den völlig zusammengetretenen Wirtschafter hinter der Theke liegen. Sein Gesicht war so derartig angeschwollen, dass ich ihn vor allem an seiner protzigen vergoldeten Armbanduhr erkannte. Die von ihm so schlecht behandelten Mädchen hatten ihn gefesselt, und ihm danach anscheinend die Hose runtergezogen um ihm offenbar mehrfach kräftig in alter Freundschaft in den Sack zu kneifen. Ich habe noch nie einen so übel aussehenden blaugrünrotschillernden Sack gesehen wie diesen von dem dreckigen Zuhälter. Die Zucchini die sie ihm in den Hintern geschoben hatten, rundete das Bild fast zu einem Gesamtkunstwerk ab.
Ich ging noch mal in Maxines Räume und durchsuchte sie gründlich. Sie würde doch ein Vermögen angehäuft haben. Ich fand immerhin 2.400 New Dollar – eine stattliche Summe in der Neuen Zeit. Dann rief ich Claire die sich ganz alleine immer noch in den Räumen aufhielt. Sie war vor Jahren aus einer anderen Gegend hierher verschleppt worden, nachdem ihre ganze Familie getötet worden war, wie sie mir erzählte. Nun wusste sie nicht wohin. Ich fragte sie, wie lange sie bei Maxine Sklavenarbeit gemacht hatte.
„13 Monate etwa, Sir.“
„Nenn mich bitte Rick. 13 Monate, also ungefähr 400 Tage … Sag mal hat Maxine keinen Tresor?“
„Na, klar, ich zeige Ihnen … äh … dir wo er ist“. Ein Wandtresor, in einem Nebengelass hinter einem Bild eingebaut. Den hatte ich übersehen.
„Der Schlüssel ist im Bad unter dem Waschbecken festgeklebt. Ich habe ihn mal bei einer sehr gründlichen Putzaktion entdeckt.“ Claire grinste. Sie schien mir gerne zu Diensten zu sein.
Ich öffnete. 12.000 New Dollar. Eine gewaltige Summe für heutige Verhältnisse. Die Liquidation von Hannibal Lecter hätte sie also aus der Portokasse zahlen können.
„Also etwa 400 Tage hast du für die Schlampe arbeiten müssen? Hier hast du 800 New Dollar.“
„Danke, Sir, …äh ... Rick.
Frederik
Nach dem großen Sterben – Teil 21
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Frederik
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