Ich hielt in gebührender Entfernung und schaute durch das Zielfernrohr meines Präzisionsgewehrs. Tatsächlich! In etwa 500 Meter Entfernung lungerten fünf schmierige Typen auf der Straße herum, die drei Autos so geparkt hatten, dass eine undurchdringliche Barriere entstanden war. Nachdem ich einer der Figuren einen sauberen Kopfschuss verpasst hatte, beeilten sich die anderen, in großer Hast abzureisen. Geht doch!
Schade, dass ich die Gesichter der Spießgesellen nicht hatte sehen können, als ihr Kumpel plötzlich blöde glotzend mit einem veritablen Loch in der Stirn umfiel und sie erst dann den Abschussknall hörten.
Ich muss es gestehen, meine Freunde. Ich setzte meine Reise mit einem Grinsen auf den Lippen fort. Gerade hatte ich das, was von unserer Welt übergeblieben war, ein kleines bisschen besser gemacht.
Ab Oklahoma City kannte ich die Strecke. Ich war ja damals mit Jill auf der 44 nach Nordosten gezogen und auf McGee und sein schreckliches ‚house of the holes' gestoßen. Andererseits hatte uns das aber auch zu Ellen und Linda geführt …
Nun fuhr ich die 44 in südwestlicher Richtung an Chickasha vorbei. Die großen Erntemaschinen, die wir damals sahen, waren noch nicht in der großen Ebene aktiv, für die Ernte war es noch etwas zu früh. Die eine oder andere kleine Herde Donalds torkelte aber immer noch durch die Gegend. Bei Lawton hielt ich mich auf der Interstate 62 nach Westen, denn ich wollte Frederik auf vertrauten Pfaden erreichen. Wo die 183 von Norden einmündet und ein paar km einen gemeinsamen Verlauf mit der 62 hat, geriet ich plötzlich in meinen ersten Checkpoint. Es waren offensichtlich Männer der Gegner von ‚Broken Bow', die sich aber halbwegs militärisch korrekt gaben. Als ich auf Befragung angab, auf dem Weg nach Westen über Altus nach Hollis zu sein, ließen sie mich passieren.
Frederik unter Belagerung
Nach dem großen Sterben – Die Bruderschaft
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Frederik unter Belagerung
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