U.a. durch mein Betreiben und meine Anregung war Frederik von einem Ring wehrhafter Kleinsiedlungen umgeben, sozusagen die erste Verteidigungslinie. Unter dem Schutz von Frederik wurden hier große Teile der Lebensmittel für die Stadt angebaut. Auch für den Fall, dass eine dieser Kleinsiedlungen überrannt wurde, waren Vorkehrungen getroffen …
Mein Ziel war eine Siedlung bestehend aus acht, neun Gebäuden mit dem schönen Namen ‚Loveland', von der ich wusste, dass sie dem Verteidigungssystem von Frederik angehörte und mittels eines Feldtelefonkabels mit der Stadt verbunden war.
Ein Kilometer vor dem Anwesen stoppte ich das Auto im Schutz dichten Buschwerks etwas abseits des Feldweges. Nun war ich froh über das stumpfe Dunkelgrau, in dem der Nissan gespritzt war. Er verschwamm fast mit seinem Umfeld. Eine fast beklemmende Stille setzte ein, als der Motor erstarb. Ich nahm alle Waffen und meinen Rucksack, als ich den Wagen zurückließ, um mich an die Gebäude heranzupirschen. 300 Meter bevor ich da war, peitschte ein Schuss und wirbelte den Staub vor meinen Füßen auf.
„Halt, was willst du?", hörte ich dumpf aus der Schießscharte eines gut getarnten Erdbunkers, den ich komplett übersehen hatte.
Ich hob die Hände. „Rick Caverner, auf dem Weg nach Frederik. Vielleicht hast du von mir gehört. Ich bin der, … nun ja … der ‚Mad Max' vor die Flinte bekommen hat …" Ich war nicht sicher, ob er den Wortwitz meiner Formulierung verstand.
„Gehört? Mensch, ich war dabei." Eine schwere Klappe wurde aufgeworfen, und dann stand ein junger Mann vor mir, an den ich mich erinnern konnte. Einer der bewaffneten Männer, die Joseph damals angeworben hatte, für den ‚Abend der langen Messer'.
„Jules?"
„Äh, nein. Luke! Willkommen in Loveland."
Luke ging voran und brachte mich zum Vorsteher dieses kleinen Außenpostens.
Frederik unter Belagerung
Nach dem großen Sterben – Die Bruderschaft
13 5-9 Minuten 0 Kommentare
Frederik unter Belagerung
Zugriffe gesamt: 1027
Sie müssen sich anmelden, um Kommentare hinzuzufügen.