Freibad

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Paul Magallas

Es war der dritte Tag einer wohl noch länger anhaltenden Hitze-Periode.
Da der Badesee am Ort auf Jahre wegen Sanierung nicht genutzt werden konnte, suchte er nach anderen wässrigen Alternativen. Er entschied sich am nächsten Morgen, als die Luft sommerlich warm aber noch erträglich war, für das Freibad im Nachbarort. Seit er seinem Bade-See verfallen war, hatte er jedes Frei- und Hallenbad gemieden. Aber jetzt war es besser als nichts.
Als er vor dem frisch renovierten Anwesen stand, war er überrascht: Alles neu, liebevoll angelegt, weiträumig. Das Becken war noch nicht überbelegt. Schnell war er drinnen und genoss es, seine Bahnen zu ziehen.
Es war eindeutig die Tageszeit der älteren Semester. Wenn er ehrlich war, gehörte er auch bald dazu. Die schwatzenden Frauen neben sich, erfrischendes Wasser um und unter sich – selbst Massageliegen und Sprudel-Stationen hatte das Bad. Er fühlte sich wohl.

Das steigerte sich durch die ansehnlich jüngeren Frauen, die (noch) auffielen. Eine war ihm im Becken schon in die Augen gestochen. Beinahe hektisch hatte sie Bahn um Bahn gezogen. Ihr Kopf mit den neckisch aufgetürmten Haaren ragte hoch heraus. Inzwischen hatte sie das Becken verlassen und lag auf einer Bank in der Nähe. Eine Augenweide dieser knackige Körper im äußerst knappen Bikini. Sie konnte so etwas tragen. Das galt vorne wie hinten, als sie sich auf den Bauch drehte. Was für Beine und dann dieser knackige Hintern.
Schon als er ins Becken gestiegen war, war ihm jene andere große Frau aufgefallen. Sie ging immer an der Mauer zum Nichtschwimmer- und Kindebereich entlang. Natürlich gebräunt, ihm farblich passenden Bikini. Wann immer er an ihr vorbeizog, riskierte er einen Blick. Dass aus den rötlichen langen Haaren durchschimmernde Grau zeigte, dass sie nicht mehr die Jüngste war – und dann doch noch diese Figur.

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