Die klärte seinen Kopf und ließ gleichzeitig prickelnde Vorfreude und Neugier wachsen.
Das Gebäude sah von außen unspektakulär aus.
„Café Oriental“ stand über dem Eingang. Er ging hinein und durch einen schweren Vorhang. Seine Augen mussten sich erst an das gedimmte Licht gewöhnen. Er ließ seinen Blick schweifen: eine Bar, Sessel und Sitzgruppen, weiter hinten eher abgetrennte Bereiche.
Er war mit seinem suchenden Blick wohl schon aufgefallen. Plötzlich stand eine sehr reizvoll (wenig) bekleidete Dunkelhaarige neben ihm.
„Na, neu hier? Kann ich dir helfen?“ Sie hatte eine dunkle, kehlige Stimme und sprach mit Akzent. Osteuropa? Während er noch an einer schlagfertigen Antwort bastelte, fingen ihre langen Finger an, über Wange und Hals, die Brust hinunter Richtung Bauch zu streicheln. Plötzlich griff sie beherzt in seine Mitte.
„Ist da einer schon aufgeregt?“
Er machte mal auf unschuldig: „Wie läuft das hier?“
„Du kannst hier was trinken, mir etwas spendieren, ich mag natürlich Champagner.“ Aus Reportagen und der Getränkekarte in der Bar vorhin wusste er, dass bei diesem Wunsch Vorsicht geboten war und Preise zusammenkämen, die seine Geldbörse nie und nimmer hätte zahlen können.
„Du kannst auch die Treppe hochgehen und die Gänge entlang. Vor den Zimmern stehen die Bewohnerinnen, wenn sie nicht gerade beschäftigt sind.“ Die letzten Worte hatte sie ihm ins Ohr gehaucht. Das blieb nicht ohne Reaktion und hatte etwas Verruchtes.
Schließlich entschied er sich für die Hausbesichtigung. Er gab sich alle Mühe, überlegen und cool zu wirken. Die vielen Frauen unterschiedlicher Größe in verlockender ‚Bekleidung‘ wollten ihn alle kennenlernen. Er musste Übung entwickeln, sich zu entziehen mit einem Lächeln, einem lockeren Spruch, um dorthin zu gehen, wo es seinen Augen wirklich gefiel.
Freier Samstag
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