“ Ihre Lippen berührten meine, ihre Zunge grub sich tief in meinen Mund ein.
Ich schaute mich um, suchte nach einem Platz, wo wir ungestört sein konnten. Doch erblickte ich nur das weite Rund des Zeltes mit Matten und Kissen, den Kachelofen in der Mitte und Männer und Frauen, die sich um den Tisch mit den Speisen und Getränken versammelt hatten. Spärlich bekleidet waren sie. Einige schützten ihre Scham zwischen ihren Schenkeln mit einer Art String-Slip, andere nur mit einem knappen Stück Stoff, das kaum ihre Schamhaare bedeckte. Auf dem Kopf trugen die Männer einen Kranz aus grünen Blättern, die Frauen hatten ihr Haar mit Blüten geschmückt. Bei jedem Schritt, den sie machten, wogten ihre nackten Brüste auf ihrem Oberkörper.
Die Hohepriesterin gab Björn ein Handzeichen. Er reichte ihr einen Trinkpokal, den er mit einem grünen Getränk füllte; einen zweiten gab er Angela und einen dritten mir.
„Was ist das?“, wollte ich wissen.
„Eine Waldmeister-Bowle mit speziellen Kräutern des Waldes“, entgegnete Björn.
Die Hohepriesterin bat mit einer Handbewegung die spärlich bekleideten Männer und Frauen auf der anderen Seite des Tisches um Ruhe und hob ihren Pokal in die Höhe. „Auf unsere Götter! Auf den grünen Waldgott der Kelten, auf Odin, den germanischen Gott der Götter, vor allem aber auf Freya, die Göttin der Liebe und des Begehrens!“, rief sie ihnen zu. „Der Trunk gibt euch Kraft und Ausdauer. Er fördert die Durchblutung des Beckens der Frau und lässt göttliche Energie in das männliche Geschlecht fließen.“ Sie trank ihren Pokal in einem Zug leer. Ich nippte erst daran, bevor auch ich ihn austrank; Angela versuchte noch nicht einmal das.
Wir blickten auf die Reihen von Frauen, die sich in die Mitte des Zeltes versammelt hatten. Männer näherten sich ihnen von der anderen Seite, auch sie nackt bis auf ein Stück Stoff, das ihre Glieder am Körper hielt.
Sie müssen sich anmelden, um Kommentare hinzuzufügen.