Er lag in ihren Armen und erleichterte sein Herz von dem außergewöhnlichen Ereignis der letzten Stunden, obwohl sie doch dabei gewesen war. Sie hatte von Anfang an gewusst, wie sehr ihn dieses Erlebnis bewegen würde, und sich die Nacht für ihn frei gehalten. Schließlich hatte sie ihn in diese Lage gebracht.
Es war das außergewöhnlichste Ansinnen, das je an sie herangetragen worden war und ganz gegen ihre sonst übliche Praxis hatte sie sofort abgelehnt. Dabei handelte sich nicht um jene verwerflichen Dinge, deren Strafbarkeit jeder halbwegs vernünftige Menschen uneingeschränkt bejahen wird, solches wagte ihr gegenüber keiner zu äußern. Aber menschlich war es heikel.
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Agnes brachte ihn in den Raum der Zeremonie. Er trug eine Maske, die sein Gesicht zu zwei Dritteln bedeckte und das allein irritierte ihn, denn Anonymität und bedrohliche Atmosphäre waren seinem lustvollen Empfinden abträglich. Nur der symbolischen Augenmaske konnte er einen ästhetischen Nutzen abgewinnen, erinnerte sie ihn doch an die heiteren Kostümfilme seiner Kindheit wie auch an den Esprit des venezianischen Karnevals. Aber heute sollte er unkenntlich bleiben.
Im persönlichen Vorbereitungsraum hatte er sich pflegen und verwöhnen lassen, dass er zunächst fast glaubte, in dieser wohligen Entspannung zu animalischen Begierden nicht mehr fähig zu sein. Aber dann schnürten ihn Petra und Layla in enge, lederne Beinkleider, die den Bereich des Schritts von der Gürtelschnalle vorne bis zum hinten zum Bund frei ließen. Um Glied und Hoden legten sie ein Ledergeschirr, das allein schon anregte. Bei voller Erektion würde es sein Gemächte mit festem Griff umfassen, stimulieren und seine Ausdauer verlängern.
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