Der fremde Körper

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Der fremde Körper

Der fremde Körper

Emmi

Vorbei mit der Ruhe, als sie ihn sah. Er hatte breite Schultern, sehr schöne Hände. Alles dampfte nach Männlichkeit. Er saß in einer Ecke des Raumes, sie konnte ihn von der Bar aus sehen. Er machte sich auf zur Bar. Sie wurde nervös. Er stand nicht weit von ihr entfernt. Sie nahm Blickkontakt zu ihm auf. Ihr Herz setzte aus, als er ihren Augen folgte. Er setzte sich neben sie, als er seinen Drink in den Händen hielt. Sie sagte nicht mehr als ,,Endlich kommst du‘‘. ,,Seit einigen Augenblicken beobachte ich dich.‘‘ ,,Ich dich auch‘‘, erwiderte er ernst. ,,Was machst du hier in Zürich?‘‘, fragte er. Sie sagte ihm, sie arbeite an einem Projekt, das etwa ein Vierteljahr in Anspruch nehmen würde. Aussicht auf eine längere Affäre!
Sie tranken Wodka Lemon und erzählten aus ihrer beider Leben, von ihren Begegnungen, Verfehlungen, sittsamen, liebevollen, unerfüllten, körpererfüllten, sinnlichen oder anderen.

Er legte seine Hand auf ihr Bein, nur ganz leicht. Sie erfror und erwärmte, beides auf einmal. Er bewegte seine Hand leicht auf und ab und fing an von seiner vorherigen Nacht in einer etwas anderen Umgebung zu erzählen – er schwärmte, er hätte sich auf eine SM-Reise begeben, alles bizarr und vor allem sehr neu für ihn. Es tat ihm gut, jene Nacht, ging es ihr durch den Kopf. ,,Was wolltest du entdecken?‘‘, fragte sie ihn. ,,Den Reiz fremder Hände, die überall suchend erfühlen, ein verborgenes Gesicht, eingequetschte Brüste, in Leder eng geschnürte Hüften‘‘, antwortete er. Einmalig eben. Sie verspürte Lust ihm ihren metallenen Slip zu zeigen. Das Metall bestand aus einzelnen kleinen Gliedern, die weit unten nicht zusammengehalten wurden. Ihre Schamlippen schwollen. Ihr Kitzler machte sich bemerkbar. Ihre Brüste spannten unter ihrem engen nietenbesetzten Bh. Wie sehr sie ihn schon wollte… Sofort. Dass er sie tief nahm, wünschte sie sich. Sie schob seine Hand höher, er fing an zu genießen. Er spürte das Ende ihrer Strümpfe; sie trug halterlose. Jetzt überkam es ihn. Es machte ihn immer höllisch scharf, wenn Frauen Strümpfe trugen, anstatt einfach nur nackte Haut unter einem Kleid zu tragen. Sie sah ihn durchdringend an; er wusste nicht, ob sie das Hotelzimmer noch erreichen würden, oder ob sie es schon an der Fahrstuhlwand miteinander treiben würden.

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