Giuseppino schloss die Augen und genoss den Gedanken, dass jede von Maria Grazias Bewegungen, ihr gesamter Traumkörper, während des Reitens von mehreren Videokameras aufgenommen werden würde. Ein Unrechtsbewusstsein besass er nicht – seine besten Freunde taten mit ihren Frauen dasselbe, filmten sie heimlich und liessen die erregenden Dateien in der Osteria, nel bosco, im Wald oder sogar auf dem Fussballfeld auf ihren Smartphone-Displays rotieren und die Engsten daran teilhaben. An die Öffentlichkeit gelangten derartige Indiskretionen nie, weil sorgsam darauf geachtet wurde, dass nur der innerste Freundeskreis Zugang hatte. Nach demselben Prinzip funktioniert ja die Mafia auch. Endlich schlief das Paar erschöpft ein, der Mond beleuchtete liebevoll Maria Grazias vollen Busen, während er ihr übers Kissen ausgebreitete Haar zärtlich streichelte und in magischer Art leuchten liess.
Nach einem weiteren Liebesspiel am Morgen wurden die Maria Grazia und Giuseppino von einem opulenten Frühstück verwöhnt, das Giuseppinos Mutter und deren Schwester direkt ans Hochzeitsbett kredenzten. Klar zog Maria Grazia das Leintuch züchtig bis zum Hals hoch – die beiden wirkten so dezent, dass niemand vermutet hätte, mit welcher Leidenschaft Maria Grazia und auch Giuseppino kurz zuvor noch übereinander hergefallen waren.
Die Zeit ging ins Land, irgendwann holt die Realität jedes Traumpaar ein. Der Adrenalinkick, den sich Giuseppino gab, bestand aber weiterhin darin, seine ahnungslose Gattin beim Duschen, beim Zähneputzen, beim Masturbieren im Schlafzimmer, bei der Toilette über dem Bidet, beim Kochen und beim Relaxen im Wohnzimmer zu filmen und die Clips mit seinen hungrigen Freunden zu teilen. „Che bella... guardate... questo culo meraviglioso“. „Schaut mal diesen wunderbaren Hintern...“. Die Geilheit von Giuseppinos Kollegen heizte ihn selber am stärksten an – und alles war gut.
Frisch vermählt
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