Frivola - Eidgenossen

Teil 3

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Frivola - Eidgenossen

Frivola - Eidgenossen

Andreas

Gerda stöhnt, weil ihre Freundin auch das Poloch nicht ausspart. Das Wort `süßer Hintern´ bekommt eine ganz neue Bedeutung. Augustes Lippen küssen Gerdas Labien zum Abschied. Gusti hat nun genug.
Sie wirft Gerda vor, dass sie wegen ihr zunehmen wird! Wir amüsieren uns köstlich, weil sie es so goldig sagt. Frieda schickt die beiden Mädchen ins Badezimmer. Sie sollen sich bitte waschen!
Die eine ihr klebriges Gesicht, die andere ihren rückwärtigen Gegenpart. Wir wollen heute schließlich noch ausgehen. Sauber und adrett kommen sie bald wieder zurück. Es kann endlich los gehen!
Bevor wir die Wohnung verlassen, probieren wir von der Torte. Außer Auguste, die schon genug von Gerdas Popo genascht hat. Ich beobachte, wie sie sich heimlich unter das Kleid fasst. Vermutlich prüft sie, ob ihr Höschen richtig sitzt. Oder geht sie schon wieder unten ohne? Frieda bindet ihr noch eine rote Schleife ins Haar. Auf den ersten Blick schätzt man sie höchstens auf 18. Gerda sieht in ihrem kurzen Flapper-Kleid ebenso aufregend aus – nur auf andere Art. Sie verkörpert die rebellische Jugendliche, die sich von den spießigen Eltern absetzen will. Frieda setzt einen Männerhut auf, unter dem ihre Haare hervorquellen. Wir fallen auf, wie fast immer, wenn wir zu viert ausgehen.

Diesmal zieht es uns in die nahe Schweiz. Die Grenze läuft mitten durch die Stadt, man kann sie zu Fuß überqueren. Ein nobles Lokal am See ist unser heutiges Ziel. Frieda hat einen Tisch reservieren lassen, draußen und mit Blick aufs Wasser. Alle denken, dass Gerda und Gusti Schwestern sind und wir ihre jungen, etwas extravagante Eltern. In voller Absicht benehmen wir uns auch dementsprechend. Frieda spielt die strenge Mama, die argwöhnisch ihre Rangen im Auge behält. Ich gebe den überforderten Vater, werfe den beiden hilflose Blicke zu. Schon bei der Getränkebestellung kabbeln sich die Gören, streiten sich, wer zuerst bestellen darf.

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