Frivola - Eidgenossen

Teil 3

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Frivola - Eidgenossen

Frivola - Eidgenossen

Andreas

Frieda ist erst zufrieden, als das doppelte Backenpaar die gleiche kirschrote Färbung zeigt. Jetzt erst dürfen die Mädchen von ihrem Schoß runter, und sich die Höschen über die schmerzenden Popos ziehen. Als sei nichts geschehen, bringt sie beide an den Tisch zurück. Mit geröteten Gesichtern setzten sie sich vorsichtig hin. Bewundernde Blicke gibt es von allen Seiten.

Ein Herr um die fünfzig interessiert sich besonders für uns. Er schaut genau hin, registriert alles. Seine Augen werden immer größer, als Gusti nun den Kellner um ein Kissen bittet. Das arme Mädel wird von schlimmem Popoweh geplagt. Sie sagt es mit genau diesen Worten, laut genug, dass jeder mithören kann. Dabei setzt sie ein solch verzweifeltes Gesicht auf, dass nur der Hartherzigste kein Mitleid bekommt. Der Kellner beeilt sich und bringt eine geeignete Sitzauflage. Er frägt nach, ob Gerda auch ein Kissen braucht, was diese energisch verneint. Beleidigt sitzt sie da, will sich keine weitere Blöße geben. Es wirkt alles so echt, dass selbst mir Zweifel kommen. Frivola überrascht mich – wieder einmal. Wir geben endlich unsere Bestellung auf, die der Ober notiert. Die Mahlzeit verläuft ohne weitere Unterbrechung. Wir genießen die gute Küche des bekannten Speiselokals. Nach dem Essen kommt der Herr an unseren Tisch. Er stellt sich als Reto Schirmli vor, Chef der Finanzbuchhaltung einer großen Zürcher Bank. Momentan weilt er in seinem Ferienhaus, direkt am See gelegen. Reto lädt uns auf einen Drink ein, möchte uns allzu gerne sein Haus zeigen und seiner Familie vorstellen.

Frieda gibt mir einen Wink, dass ich zusagen soll. Ich sage ihm, dass wir gerne mitkommen und schon ganz neugierig sind. Reto ist überglücklich. Er bedankt sich überschwänglich dafür, dass wir seine Einladung annehmen. Wir gehen zu Fuß, denn das Feriendomizil ist ganz in der Nähe des Lokals. Es ist ein solides, kleines Holzhaus mit einem blühenden Vorgarten.

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