Frivola - Eidgenossen

Teil 3

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Frivola - Eidgenossen

Frivola - Eidgenossen

Andreas

Reto führt uns hinein, ruft seine Frau. Eugenie ist eine stattliche Brünette in den Vierzigern. Ich küsse ihr die Hand, was sie entzückt. Nun kommen die Söhne hinzu – Lutz und Urs. Lutz ist 23 Jahre alt, Urs drei Jahre jünger. Es sind hübsche Jungs, jeder auf seine eigene, höchst unterschiedliche Weise. Lutz gleicht Reto bis aufs schwarze Haar, ist wie er schlank und hochgewachsen.

Urs ist etwas kleiner und fülliger, ähnelt eher seiner Mutter. Gusti und Gerda gefallen den beiden, umgekehrt dürfte es ähnlich sein. Reto gratuliert Frivola zu ihrer rigiden Erziehungsweise, die ihn nachhaltig beeindruckt hat. Er erzählt seiner Frau, was sich am See abgespielt hat. Gusti und Gerda erröten, als die Sprache darauf kommt. Auch Lutz und Urs ist dieses Thema unangenehm. Den Grund ihres Unbehagens liefert die Frau Mama. Eugenie schildert bildhaft, wie schwer erziehbar die beiden jungen Männer doch seien. Frieda bittet selbstlos ihre Hilfe an. Sie erklärt Eugenie, dass sie gerne bereit sei, ihr dabei unter die Arme zu greifen. Auguste dient als Beispiel, indem sie ihr Kleid heben muss. Sie will nicht, aber Frieda droht ihr mit weiteren Konsequenzen, sollte sie nicht parieren. Also zeigt Gusti schweren Herzens ihren roten Hintern vor. Eugenie sieht ihn sich ganz genau an, setzt sich sogar eine Brille auf. Die jungen Männer ahnen, was ihnen blüht, werfen einander skeptische Blicke zu. Frieda kommentiert das Geschehen:

„Auch junge Herren sind nicht vor Strafe gefeit, wenn sie sich ungebührlich verhalten. Aber heute ist so ein schöner Tag. Sollten wir ihn nicht anderweitig genießen? Bestrafen kann man ja immer. Liebe Eugenie, werter Reto: Ich stehe Ihnen jederzeit zuseiten, mit Rat und Tat. Anton natürlich auch!“

Dabei lächelt sie mir zu. Die angeblichen Söhne sind erleichtert, derweil Gusti sich wieder bedeckt.

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