Frühling am Fluss

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Frühling am Fluss

Frühling am Fluss

Tom Wooderson

Ich blieb stehen und sah ihm zu, wie er elegant in Ufernähe und fast direkt auf mich zu über das Wasser glitt. Erst als er näher kam erkannte ich, dass es eine Sie war. Nur allzu gut zeichneten sich die weiblichen Formen im enganliegenden Neoprenanzug ab. Und was für Formen das waren. Alles  schien perfekt und gut proportioniert an seinem Platz zu sein. Sie kam jetzt noch näher auf mich zu und lächelte mich tatsächlich an. Und dann von einem Moment auf den anderen tat sich unendlich viel in meinem Kopf, in meinem ganzen Körper. Alles war von einem Augenblick auf den nächsten in höchstem Maße freudig erregt. Sie war es tatsächlich.
Eigentlich erkannte ich sie nur an ihren blauen Augen und ihrem schlanken Körper wieder. Ansonsten schien sie verändert, wie sie mit einigen weiteren Paddelzügen auf mich zukam. Ihre Haare waren jetzt dunkel, fast schwarz, ein gutes Stück länger und zu Dread Locks geflochten. Sie machte einen Schritt runter vom SUP an Land und zog dann ihr Sportgerät nach, ließ es zusammen mit dem Paddel liegen und kam freudig lächelnd auf mich zu. Sie fackelte nicht lange, legte ihre Hände in meinen Nacken, küsste mich, sah mir tief in die Augen und sage kess „Schön Dich wieder zu sehen.“
Nachdem ich einige Sekunden einfach sprachlos war, hatten wir kurz einige Worte gewechselt und schon half ich ihr das SUP Richtung Straße zu tragen. Hier parkte ihr Wohnmobil, in dem sie „momentan“ lebte, wie sie mir erzählte. Ich dachte nicht weiter darüber nach, was das wohl zu bedeuten hatte. An dieser Stelle stand ihr Gefährt seit gestern. Das SUP war schnell an der Außenwand aufgehängt und gesichert und so betraten wir beide das offensichtlich schon etwas ältere Wohnmobil. Zunächst nahm ich den intensiven Geruch von Räucherstäbchen wahr. Ich konnte den Duft nicht genau zuordnen, fand aber ohnehin immer, dass diese Stäbchen alle fast gleich rochen.

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