Die Folge war, dass er sich darauf verlegte, heimlich Pornos anzuschauen und sich einen runterzuholen. Beide darbten und litten, blieben aber dennoch zusammen, weil wohl immer noch etwas Liebe vorhanden war und alles andere, außer dem Sex, ja prima funktionierte. Doch im Laufe der Zeit wurde bei ihm wurde der Wunsch, wieder einmal richtig zu vögeln, immer größer und stärker, während sie ihre Libido mit den Mitteln der Religion bekämpfte.
Er wollte wenigstens einmal etwas Maßloses, etwas Ungeheuerliches tun, es einmal im Leben so treiben, wie er es noch nie getrieben hatte und wohl auch nie wieder treiben würde, einmal etwas wagen und dieses eine Mal maßlos übertreiben und sein Tun vor niemandem, nicht einmal vor sich selbst rechtfertigen. Er fürchtete auch, dass seine Manneskraft bald verkümmern würde, weil er sie kaum noch nutzte und dass es somit höchste Zeit war, dieses Wagnis anzugehen.
Von einem Geschäftspartner hatte er den vagen Hinweis erhalten, dass es ein verschwiegenes Landhaus gäbe, wo man nicht nur hervorragend essen, sondern auch andere Dinge erleben könne, die unvergesslich seien und einen Mann, einen richtigen Mann, absolut glücklich machen, würden. Doch die Reise in die Welt der ausufernden Sinne sei sehr teuer und man müsse das Spezialprogramm "Für alle Sinne", das nur einmal im Monat stattfände, frühzeitig reservieren. Aber selbst das sei keine Garantie für einen der begehrten Plätze, man könne dort nicht einfach auftauchen und seine Kreditkarte auf den Tresen legen, man bräuchte einen Referenzpartner, der für die Seriosität und Bonität des Neulings gerade stehen würde, man wolle vermeiden, so der Bekannte, dass unvorhergesehene Probleme entstünden, man wolle unter sich bleiben, man wolle nur seriöse, vermögende, ältere Männer mit Geschmack bei diesen "Partys". Damen seien nicht erwünscht, auch nicht in Begleitung.
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