Für euch - für eine unerreichbare Unbekannte

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Für euch - für eine unerreichbare Unbekannte

Für euch - für eine unerreichbare Unbekannte

Alfred W. Schwarzmüller

Ich würde gerne wissen was ihr dabei empfindet. Wie es für euch wirklich ist. Wie es aussieht weiß ich. Wie ihr zuerst lächelt dann stöhnt, wie sich euch die Brüste vorschieben wie ihr mir den Bauch entgegenstreckt, wie ihr das Gesicht verzieht und außer euch seid, wie ihr schreit wenn es euch wirklich kommt- und wie ihr schreit wenn ihr wollt, daß es euch kommen sollte, wie ihr euch biegt, windet, wie ihr gesehen werden wollt, betrachtet, bewundert, wie ihr mit eurem Körper sprecht, der will, der sich bewegt, von selbst, was ihr macht, daß man euch in die Füße beißt- ohne daß ihr das sagen müßt, wann ich euch zu kratzen habe und wann zärtlich zu streicheln, wie fest man die Nippel anfassen soll, wann ich etwas ganz falsch gemacht habe, wenn man Stellen zu früh berührt- oder zu spät eindringt, den Zeitpunkt verschläft, das Spiel zulange spielt, bevor man merkt, daß es ernst werden muß, wie ihr streichelt, zupackt, kratzt, wie ihr eure Macht genießt. Wie ihr lächelt, wenn ihr spielen könnt, wenn ihr die Gelegenheit dazu bekommt, wie ihr mit dem Geist die Lust des Körpers bezwingt und sagt: "nein danke, heute nicht", wie enttäuscht ihr seid, wenn ich zu schnell bin und wie ihr versucht nett zu sein und mit enttäuschtem Tonfall sagt: "war nicht so schlimm" -ganz im Gegensatz dazu, wie wenn ihr ja-ja-ja oder mehr-mehr-mehr schreit, das alles weiß ich, nicht weil ich euch so genau beobachte, sondern weil ich euch nicht beobachte, weil ich das mitkriege, sowieso sehe, fühle, in dem Augenblick nur fähig bin das Beste an euch zu bemerken, nur das "Geilste", nur das Einzigartige.

Das alles weiß ich.

Aber wie ist es wirklich?

Wie fühlt sich das alles an?

Was spürt ihr, wenn ihr feucht werdet, spürt ihr das, wenn ihr euch freut, daß man ausnahmsweise das Richtige getan hat, wie fühlt sich das an, mit der Zunge, mit dem Finger, und, wenn man in euch eindringt mit dem Schwanz- was ist das für ein Gefühl?

Ist es warm?

Spürt man das auch an den Oberschenkeln?

Merkt ihr das richtig, wenn ich komme, oder erahnt ihr das bloß, geht es um unseren Genuß in dem Augenblick, oder um euren Eigenen?

Geniest ihr die Macht, oder habt ihr keine Zeit dazu?

Wie zuckt es bei euch innen? Bei mir zuckt es ja nur außen, wie fühlt sich das an, wenn die Hoden an den Hintern klatschen, wenn ich komme, wenn ich schwitze, stöhne, keuche, schreie.
Was ist daran so toll wenn ihr oben seid, weil ihr's bestimmen könnt, oder weil es einfach besser ist, wie schafft ihr das vier-fünf-sechs-sieben-mal zu kommen, wenn ich selbst beim erstenmal schon zittere, wie haltet ihr das alles aus, warum braucht ihr seltener eine Pause, könnt einfach weitermachen, als ob ihr, wenn ihr endlich an dem Gipfelkreuz angekommen seid, dann auch noch ohne Pause Stundenlang an dem Grat der Lust entlang weitermarschieren könnt?
Wieso könnt ihr das?
Und, ist es für euch mehr als für mich, ist es für euch stärker.
Warum seid ihr viel unabhängiger von der Optik, warum trifft der Spruch dumm fickt gut für Männer nur selten zu? Warum werdet ihr nicht feucht wenn man nur nackt vor euch steht. Warum findet ihr Männer-Striptease zum lachen und warum müßt ihr dabei nicht wie ein pawlowscher Hund auf die primären und sekundären Geschlechtmerkmale glotzen. Gefallen euch Schwänze richtig gut? Oder findet ihr sie interessant? Törnen sie an? Oder nimmt man sie hin? Was fühlt ihr denn wirklich?
Ich weiß, das ist euer großes Geheimnis.
Ich würde es gern mal spüren. Aus purer Neugierde. Mal einen kurzen Blick in die feminine Schatzkiste wagen.
Und dann wieder Mann sein. Und sich denken: da weiß man was man hat.

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