Gamma 3

Parallele Dimensionen - Teil 8

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Gamma 3

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Emil Lorenz

Rechterhand war eine Art Bistro, mit drei Stehtischen und einer kleinen Küchenzeile, aus einer Spüle und einem riesigen Kaffeeautomaten bestehend. Der ganze Raum war bestimmt 50 qm groß. In der hinteren rechten Ecke stand ein geradezu pompöser eichener Schreibtisch mit zwei Monitoren auf der Schreiblatte, und dort saß sie, Marlin Teel, und sah zu ihm herüber.
„Elay Ramses, treten Sie näher, setzen Sie sich“, sagte die Frau mit einer sonoren Alt-Stimme freundlich. Elay ging auf sie zu. Als er nur noch ein paar Meter vom Schreibtisch entfernt war, stand Marlin auf und trat um den Schreibtisch herum, um ihm die Hand hinzustrecken. Sie war noch hundert Mal beeindruckender in natura als auf Bildern. Sie war eine große Frau. So groß wie er selbst, gut 180 cm, wenn nicht noch einige Zentimeterchen mehr. Sie hatte einen grauen Businessanzug über einer roten, hochgeschlossenen Bluse an, der im diffusen Licht leicht glänzte und schimmerte. Ihre Füße steckten in hochhackigen Pömps, die ihre rot lackierten Zehen sehen ließen. Sie musste eine sagenhafte Figur haben. Das alles sog er mit den Augen auf, so schnell wie möglich, und er hoffte, dass sie es nicht bemerkte. Sie hatte strahlend blaue Augen, ein edles und doch filigranes Gesicht, volle, fast schon zu volle Lippen, welche auch dunkelrot, passend zu den Fuß- und Fingernägeln, mit Lippenstift in Szene gesetzt waren. Das Bemerkenswerteste an Marlin Teel aber waren ihre Haare. Sie hatte volles, dichtes, lockiges Haar, das ihr bis knapp über die Schultern reichte und weiß war. Nicht grau oder hellblond, sondern weiß. Es machte sie eigentlich alt. In Verbindung mit ihrem Busen, der mächtig ans Sakko drückte, und der arschengen Anzughose, die sich zwischen die Hinterbacken zog und sich zwischen ihre Schamlippen zwickte, war es ein berauschender Kontrast.

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