Er hatte ihr die Hand gegeben und sie vielleicht ein wenig zu lange gehalten. Sie sah ihn aus ihren blauen Augen an und schmunzelte. Dann drehte sie sich um und setzte sich wieder hinter den Schreibtisch. Auch Elay hatte sich auf dem Sessel, der neben einem weiteren der gleichen Art vor dem Schreibtisch stand, niedergelassen. Sie saß vollkommen locker und entspannt da, wartete einige Sekunden und sagte dann: „Sie wissen, warum sie hier sind, Elay.“
Er versuchte zu antworten, brachte aber nur ein Krächzen aus seinem vollkommen ausgetrockneten Mund hervor. Beim zweiten Mal klappte es besser. „Nein, Mrs. Teel.“ Marlin lächelte.
„Sie können es sich auch nicht denken?“ Wieder schüttelte Elay den Kopf. „Was sagte denn so die Gerüchteküche zu derartigen Terminen bei mir?“, bohrte Marlin weiter und beugte sich leicht nach vorn, wodurch ihre Brüste noch mehr zur Geltung kamen. Elay wollte gerade etwas antworten, als neben ihm plötzlich ein kleines Tablett in sein Blickfeld schwebte, auf dem ein Glas Wasser und zwei Kaffeetassen standen. Getragen wurde es von einer blonden Frau, die eine Augenmaske trug und komplett in hautengem Lackleder gekleidet war. Elay war sich ziemlich sicher, dass es Soreya war. Sie stellte die Getränke vor ihm ab, ging zu Marlin Teel und stellte ihr den zweiten Kaffee hin. Elay wurde es heiß bei dem Anblick, Soreya sah rattenscharf aus. Sie blieb neben Marlin Teel stehen und sah ebenfalls Elay an, als würde nun auch sie warten, dass er die Frage beantwortete. Elays Gehirn arbeitete auf Hochtouren. Was würde das hier werden? Elay war alles Mögliche, aber keine Niete, mit der man alles machen konnte. Und er hatte seinen Stolz. Er war ein Mann, verdammt, und er würde sich hier nicht vorführen und fertig machen lassen.
Gamma 3
Parallele Dimensionen - Teil 8
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