Ganz nach Süden

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Ganz nach Süden

Ganz nach Süden

Franck Sezelli

»Komm hoch, mon cher!« Sie umfing mich mit ihren Armen und gab mir einen langen Kuss. »Du schmeckst corné …«
»Wie schmecke ich? Ich schmecke nach dir, Liebste.«
»Egal! Komm zu mir, ich will dich!«
Schnell rutschte ich zwischen die weit geöffneten Schenkel. Ihre Hand führte mich an die richtige Stelle, sodass ich mit einer einzigen Bewegung in die Tiefe ihres Schoßes flutschte. Endlich konnten wir zu Ende bringen, was wir im Wasser begonnen hatten. Ich fühlte mich begehrt und willkommen in der intimen Umarmung. Chloés Augen strahlten mich an. Mich durchströmte ein warmes Gefühl für sie. Langsam bewegte ich mich in ihr, sie kam mir entgegen. Bald fanden wir einen gemeinsamen Rhythmus, der sehr bald schneller wurde. Ihre Arme fuhren auf meinem Rücken auf und ab, dann trommelten ihre Füße auf meinem Hintern. Es dauerte nicht lange, dann überrollte es mich und ich stieß noch einmal kräftig zu, um dann in der Tiefe ihres Leibes zu explodieren. Schweißüberströmt umklammerten wir uns noch eine Weile, ehe wir uns voneinander lösten.
Eng aneinander gekuschelt, fanden wir bald in den Schlaf. In der Nacht wachten wir des Öfteren auf und liebten uns, ohne Worte, gefangen in einer zärtlichen Traurigkeit.

Am Morgen schrak ich hoch, ich lag allein im Bett. Die Sonne schien durch den dünnen, hellen Vorhang des Fensters und erfüllte den Raum mit einem warmen, optimistisch stimmenden Licht. Auf dem Tisch lag der Schlüssel des Bungalows, offenbar, damit ich ihn für Chloé in der Rezeption abgeben konnte. Daneben ein handgeschriebener Zettel:
Chloé Girardaut
27, Rue du Vieux Pont
46000 Cahors


Bemerkung des Autors:

Sämtliche Personen der Erzählung, ebenso die Handlung und erst recht die angegebene Adresse sind frei erfunden. Ähnlichkeiten mit tatsächlichen Gegebenheiten wären rein zufällig.

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