Geborgenheit

Je oller umso doller - Teil 39

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Jo Diarist


Die beiden machten gerade Feierabend und bei dem, was sie geleistet hatten, war sicher nichts anderes gelaufen. Sie wirkten fröhlich und aufgekratzt, weshalb ich mich mühte, nichts von meiner frustrierten Stimmung zu zeigen. Nach ihren Mienen zu urteilen, gelang mir das nicht so richtig.
Leider blieb Sandra nicht bei uns und ich fand auch keine Gelegenheit, mit ihr allein zu sprechen.
Nachdem sie gegangen war und ich geduscht hatte, sprach mich Norbert auf meinen Abend an. Ausweichend beschied ich ihm, dass die nächsten drei Wochen nichts mit dem Mann laufen würde, ließ das Weitere aber offen. Weshalb ich nicht sagte, es ist Schluss, weiß ich nicht.
Den folgenden Arbeitstag überstand ich ganz gut, weil Holger nicht gelogen hatte. Die nächsten vierzehn Tage würde ich allein im Büro sein. Wie es dann weitergehen sollte, wusste ich noch nicht.
Am Abend traf sich Norbert mit Thomas, um mit ihm über Melle zu sprechen. Mir gab das die Gelegenheit mich mit Sandra auszutauschen. Deshalb bot ich auch an, ihr beim Tapezieren zu helfen, obwohl das ja sonst nicht mein Ding war.
Um nicht gleich mit der Tür ins Haus zu fallen, fragte ich erst Sandra ein bisschen aus. Sie erzählte mir ihre Sicht des Kennenlernens von Norbert und die war mir neu. Da gab es Parallelen, die ich so nicht erwartet hatte.
Wenn Norbert wollte, konnte er mit seinem Blick bis in mein Innerstes vordringen, dass ihn das genauso mit Sandra verband, fand ich erstaunlich. Es bestätigte aber die Tiefe dieser Beziehung. Und obwohl ich das erkannte, regte sich keine Eifersucht. Sandra gehörte zu uns, solange sie das wollte. Das stand für mich fest! An diesem Punkt angekommen bewies sie ihre Sensibilität und fragte:
„Und jetzt zu dir. Was war gestern los? Irgendetwas muss dich gewaltig erschreckt haben, das war spürbar für mich.“
Für einen Moment fehlten mir die Worte, aber Sandra drängte nicht, sah mich nur forschend an.
„Du hast das schon gestern bemerkt?“, fragte ich nach.
„Sicher.

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