Geborgenheit

Je oller umso doller - Teil 39

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Geborgenheit

Geborgenheit

Jo Diarist


Was daraus geworden ist, weißt du ja. Jetzt bin ich aber so weit, dass mich nur noch ein Wunsch beseelt. Ich will mit euch zusammen sein. Als Frau oder als Sklavin, das ist mir gleich, weil ich mich bei euch bedenkenlos fallen lassen kann. Andere Männer interessieren mich nicht mehr.“
„Als Frau Sandra, als geliebte Frau“, stellte ich klar. „Aber du hast es auf den Punkt gebracht. Auch mein Denken hat sich gewandelt. Der Kick, den ich hatte, wenn ich von anderen begehrt wurde, mich für Geld … ficken ließ, der ist weg. Also nicht gänzlich. Ein bisschen was, ist noch da, und sehnt sich nach dem unanständigen, verruchten Handeln. Gestern habe ich jedoch eine unangenehme Erfahrung gemacht, die mir zeigte, dass es auch gefährlich sein kann. Der Mann hat mich manipuliert, weil er vermutlich spürte, dass ich lieber wieder gegangen wäre.
Er hat das gut gemacht, sodass ich mich ihm hingegeben habe, auch wenn Zweifel aufkamen. Aber er ist dabei auch wissentlich zu weit gegangen, ohne mir die Möglichkeit des Abbruchs zu geben, als er merkte, dass ich das wollte. Das ist es, was mein Vertrauen in solche Treffen sehr geschädigt hat, doch nicht das Schlimmste.“
Ich holte tief Luft und sah auf meine nervös knetenden Hände, weil ich ihr dabei nicht in die Augen sehen wollte.
„Als der Mann einen bestimmten Punkt überschritten hatte, war es nicht mehr die Manipulation, die mich antrieb, es war der Wunsch das er mich weiter benutzt. Auch wenn mein Verstand anderes sagte, ich wollte, dass er weiter macht. Er hätte mich schlagen können, beschimpfen, erniedrigen in jeder Form und ich hätte mich noch dafür bedankt. Willig habe ich mich ihm hingegeben, bis ich meine Befriedigung hatte. Das macht mir Angst. Es ist etwas Unkontrollierbares in mir, was mich beschämt.“
Auf Ablehnung gefasst, blickte ich auf, doch Sandra lächelte mich verständnisvoll an. Sie wollte aufstehen und zu mir kommen, doch ich war ja noch nicht fertig.

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