Nachdem sie mir so ihre Wärme und etwas Ruhe gegeben hatte, fragte Sandra:
„Wie eng arbeitet ihr zusammen?“
„Ich sitze im Vorzimmer seines Büros. Die Tür zu ihm ist meist offen, weil er wünscht, dass ich vieles von seinem Wirken mitbekomme. Ich bin nicht die einfache Sekretärin, sondern eher sowas wie eine persönliche Assistentin. Vieles, was nicht unbedingt er entscheiden muss, läuft durch meine Hände. Das wissen aber nur die wenigsten. Nach außen bin ich nur die Sekretärin, allerdings besser entlohnt wie die meisten.“
„Hm, dann bringt’s nichts, was ich dir vorschlagen wollte“, meinte Sandra nachdenklich. „Bei uns im Supermarkt werden nämlich immer Leute gesucht, was deinem Können jedoch unangemessen wäre. Aber ich habe einige Kontakte und hör mich mal um, denn du musst auf jeden Fall dort weg.“
Wir sprachen noch eine Weile darüber, gingen dann aber auf meinen Wunsch hin, wieder an die Arbeit. Der Gedankenaustausch wurde dabei fortgesetzt, bis ich beim Reden zu ihr blickte und mit dem Cuttermesser an die Steckdosenkontakte kam.
Hui, war das ein Schlag, mich hatte es richtig nach hinten weggedrückt. Sandra kümmerte sich sofort um mich und ließ auch nicht locker, obwohl ich abwiegelte.
Als sie mich dann mit Norbert im Krankenhaus aufsuchte, stand für mich fest, sie sollte diese Nacht mit ihm haben.
Auch als die beiden weg waren, beschlich mich kein negativer Gedanke wegen ihnen. Sandra war sehr schnell ein Teil von mir geworden und der sollte bedingungslos alles haben, was ich hatte.
Wie sehnte ich den Tag herbei an dem Sandra uns abends nicht mehr verließ. Als sie am Folgetag ging, fehlte mir sofort etwas. Ach Norbert ging es so, und doch zeigte er mir, dass er mich ebenso begehrte.
Das fachte meine Lust unglaublich an und wild wollte ich es mit ihm treiben.
Als er mir die Hände festband, kamen Erinnerungen an den Abend mit Holger auf und in mir entbrannte ein Kampf zwischen der unterdrückten Seite, der Angst und Vernunft.
Geborgenheit
Je oller umso doller - Teil 39
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