Geburtstagsfeiern

Eine ungewöhnliche junge Frau

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Alnonymus

Gott sei Dank, nimmt sie sich beim Dessert etwas zurück, so dass auch mein Lümmel wieder fast seine Normalgröße annimmt. Schließlich sind alle satt, nur der Hunger auf etwas Bestimmtes ist bei Bettina und mir gerade erst erwacht. Bettinas Mutter steht als erstes auf, sogleich erhebt sich auch ihr Vater, um sich zum Mittagsschlaf aufs Wohnzimmersofa zurückzuziehen, klar hilft er nicht in der Küche mit. Birgit macht ihren Sohn zurecht, denn sie und ihr Mann möchten während der Mittagsruhe einen ausgiebigen Spaziergang machen. So bleibt es an Bettina und ihrer Mutter, den Tisch abzuräumen und den Abwasch zu erledigen. Gerne biete ich meine Hilfe an, doch das wird von ihrer Mutter empört abgelehnt, denn Gäste arbeiten hier nicht.

Tja, das ist eben der Unterschied denke ich, während ich die Treppen zum Dachgeschoss hochgehe: Für meine Eltern gehört Bettina längst zur Familie, und die angebotene Hilfe wird gerne angenommen, doch ich bin hier eben nur Gast. „Bis gleich.“ haucht Bettina mir mit einem Augenaufschlag zu. Schon dies ist das pure Versprechen. Im Lernzimmer angekommen, lege ich ein Kissen auf den Schreibtisch, denn ich habe Zeit meine Pläne zu schmieden. Nun ist die Zeit meiner süßen Rache da, denn auch Bettinas Mutter wird sich zu einem Mittagsschlaf ins Bett legen, so dass Bettina und ich über eine Stunde unsere Zweisamkeit genießen können. Ich baue mich, mit in den Hüften gestemmten Armen, mitten im Raum auf. „Du verdorbenes, kleines Biest.“ begrüße ich Bettina, die durch die nur einen Spalt breit geöffnete Tür schlüpft, und sie gleich wieder schließt. Abwartend bleibt sie stehen, lächelt mich zuckersüß an. „Du bist unmöglich. … Machst mich im Beisein der ganzen Familie so scharf, dass ich fast den Verstand verliere. … Ich glaub du spinnst.“ schimpfe ich, wobei ich versuche meiner Stimme einen strengen Klang zu geben, doch das Zucken meiner Mundwinkel verrät Bettina nur zu genau, wie es um mich steht.

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