Einmal diese Frau richtig „besitzen“, mit allem, was zu einer total befriedigenden Nacht, oder auch nur wenigen Stunden, dazugehört! Zärtliches Streicheln, begehrliche Küsse, sich danach verzehren, endlich ihren Körper von allen Kleidungsstücken zu befreien und sie nackt zu sehen und zu spüren! Sich weiter und weiter gegenseitig zu reizen. Spannung aufzubauen. Dann endlich den Moment der Vereinigung erleben! Martin stellte sich vor, wie das Stöhnen von Patricia wohl klingen würde? Wie sie so ist, wenn der Punkt, von dem es kein Zurück mehr gibt, näher und näher rückt. Würde sie ihn mitreißen? Beim ersten Mal ganz bestimmt…!
„Herr Andersson, ihr Gesprächspartner ist hier!“ Heike Gerber geleitete einen Mann in Martins Büro. Der Firmenchef verdrängte seine Gedanken. Bis sie später wieder auftauchen würden…
*****
Olivias Smartphone meldete ein ankommendes Gespräch. Sie blinzelte auf das Display und meldete sich: „Hallo mein Geliebter!“
„Hallo mein Herz!“ Martin wollte nach diesem Tag unbedingt mit seiner Frau reden. „Entschuldige bitte! Bei Dir ist sicher noch mitten in der Nacht?“
„Fünf Uhr und vier Minuten!“, gab Olivia durch. „Macht nix! Ich habe sowieso von Dir geträumt!“
„Hoffentlich nur Gutes?“
Details wollte Liv gerade nicht verraten und fragte nach, wie es den Kindern gehe.
„Leon ist absolut in seinem Element. Der Bagger hat heute die Grube für den Pool ausgehoben.“
„War er begeistert? Erzähl!“ Olivia war nun hellwach.
„Ich darf dir nichts erzählen. „Das sag ich Livia lieber selber!“, hat Leon mir als Versprechen abgenommen.“
„Du;“ Martin klang irgendwie kleinlaut. Was Liv von ihm so überhaupt nicht kannte.
„Ja;“
„Mit geht dein kleines Spiel nicht mehr aus dem Kopf. Ich will mich nicht in Pat verlieben! Nein, bestimmt nicht! Und mein Verstand sagt mir auch, dass ich ganz die Finger von ihr lassen soll. Allein schon, um Dich nicht zu verletzen.“
„Dann lass es! Distanzier dich!“, hakte Olivia ein.
„Dann läuft sie mir wieder über den Weg.“ Es entstand eine kurze Gesprächspause, in der weder Liv noch Martin etwas sagte.
„Weißt Du,“ fing Olivia leise an, „es wäre heute ein Leichtes gewesen, mit einem Anzugtypen zum Essen zu gehen. Und er hätte mich anschließend sicher gut gevögelt. Ich habe es nicht gemacht. Weil ich ständig nur an Dich denken muss. Denken, dass ihr es miteinander getrieben habt und Du mir sagst, dass sie so toll ist und deine neue große Liebe! Wenn ich nach einer durchfickten Nacht die Türe hinter mir zumache, dann ist der Typ für mich Vergangenheit. Ich würde nur noch an ihn denken, wenn ich Dir von ihm und wie wir es gemacht haben erzähle. Du kannst das auch! Aber nicht bei Patricia Baumüller. Und davor habe ich Angst! Du warst schon so begeistert, als Du sie vor aller Augen zu einem Orgasmus gebracht hast. Was erst, wenn ihr allein…soviel Nähe. So viele Gefühle. Auch wenn Du das jetzt abstreitest. Meine Angst wird bleiben!“
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