“ Dieser Glanz in ihren Augen, diese Erotik in der Stimme, Verführung pur. Dazu noch der Oberschenkel der Kleintobi schon wieder anschwellen lässt. Ich möchte sie am liebsten gleich nageln. „Na ihr zwei, könnt ihr nicht warten bis ihr zu Hause seid“, lacht Isabell auf als sie den Gang betritt. Ertappt und jetzt auch verlegen löst sich Lisa von mir. „Hmmm, wenn ich nicht auf Frauen stehen würde“, schmachtet Isa gespielt als sie an uns vorbeigeht. Ihre Augen hat sie dabei auf die große Beule in meiner Hose gerichtet, die ich sofort versuche zu verdecken. Leise glucksend verschwindet Isabell in der Damentoilette. Lisas hochrotem Gesicht entweicht die Farbe. Blass und verstört stottert sie: „Ich geh mal hinterher und rede mit ihr. Nicht dass sie was ausplaudert am Tisch.“ Kann ich mir nicht vorstellen bei Isabell, aber der Moment ist dahin. Mein kleiner Freund hat den Schock auch zum Anlass genommen um in den Ruhezustand zurückzukehren, also wende ich mich wieder dem Lokalbereich zu.
Einträchtig miteinander plaudernd kommen die zwei Frauen später zurück und nur Isabells schmunzelnder Blick den sie mir zuwirft, erinnert an die peinliche Situation. „Ich mag sie“, sagt Lisa, als sie sich wieder neben mich setzt.
Als wir uns trennen verabschiedet sich Isabell mit dem Wunsch so etwas bald zu wiederholen und Conny ist gleich begeistert. Die zwei haben anscheinend einen guten Draht zueinander gefunden. Kaum zu Hause verzieht sich Tom in sein Zimmer, weil er mit Hansi austesten will ob es klappt dieses Online-Game zusammen zu spielen. Wir sitzen im Wohnzimmer auf der Couch und lassen den Abend bei einem Glas Wein ausklingen. Julia und Torben haben sich schräg gegenüber auf dem Eckteil niedergelassen und leisten uns noch ein wenig Gesellschaft. Ein bisschen jung das Paar, aber schön anzusehen wie Julia ihren Kopf an der Brust von Torben birgt. Sie haben keine Scheu mehr, uns zu zeigen, dass sie sich lieben und ich überlege wie das in meiner Jugend war. Viel verkrampfter stelle ich fest. Der konservative Druck meiner Eltern ließ es nicht zu, dass man offen aus sich herausgeht. Ich finde es besser so wie es jetzt ist, auch wenn immer ein wenig Furcht in mir aufsteigt, dass die beiden unvorsichtig sein könnten.
Die Gläser sind geleert, Julia und Torben verschwunden und ich frage Lisa: „Ob sie schon miteinander …?“ Lisa blickt mich sinnend an. Anscheinend ringt sie mit sich, was sie von den Gesprächen mit Julia preisgeben darf. „Das noch nicht“, gesteht sie schließlich. „Aber Petting wohl schon. Verhindern können wirs eh nicht und sensibilisiert sind sie beide. Hab Vertrauen zu ihnen.“ `Hab Vertrauen.´ Manchmal einfacher gesagt als getan, wenn man Angst hat, dass die Tochter die sich noch vor wenigen Monaten wie ein Kleinkind an den Papa geklammert hat, unbedacht handelt.
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