Den Händlern und Lastenträgern wurden die Ketten abgenommen, Emet nicht. Du musst vor den Herrscher treten! Niemand kennt dich! Aber du gleichst der Vogelfreien, nach der das ganze Land sucht. Emet spannte ihre Muskeln kurz an, als die Wächter sie packten, aber an Gegenwehr war im Herzen von Arrnos mit den vielen Bewaffneten und ihrer eingeschränkten Beweglichkeit nicht ernsthaft zu denken. Außerdem brachte die Begegnung mit dem Fürsten persönlich sie vielleicht am schnellsten weiter auf ihrer Suche. Die Wachen brachten sie direkt in den Audienzsaal des Herrschers und legten ihre Waffen auf seinem Tisch ab.
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Ein kantiger Schädel, kurzes, schon weitestgehend ergrautes Haar, dazu eine mächtige Leibesfülle - Hargroth hatte seine besten Tage hinter sich, trotz all der Muskeln. Nur seine dunklen Augen waren hellwach und verstörend düster. Vor einem Herrscher im Sinne des Wortes, sich seiner Macht bewusst und gewohnt sie auszuleben, stand Emet mit erhobenem Haupt, entwaffnet, aber königlich im Auftritt. Wie hätte sie in diesem dunklen Reich der Sklaverei auch einen klugen, umsichtigen Regenten erwarten können?
Sie war nicht fruchtbar in den nächsten Tagen. Keiner dieser schlechten Charakterzüge konnte also in ihrem Kind weiterleben, und bis in einem halben Monat musste sie einfach wieder frei sein. So hatte Emet sich beruhigt, als die Tunnelwächter sie gekettet hatten. Nur waren diese emotionslos ausschließlich an der Geheimhaltung der Route nach Arrnos interessiert gewesen, von ihnen drohte keine Gefahr. Nun war das anders. Hargroth fasste zwischen ihre Beine, löste den zwischen ihnen hindurch geführten Schurz, so dass sie nur noch ihre ledernen Beinkleider trug. Vom Venushügel über ihre Scham bis hin zu ihrem Po war sie nackt. Diese Kleidung war sowohl praktisch unterwegs für die Notdurft wie auch äußerst ansprechend für sinnliche Lockungen und reizvolle Vereinigung.
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