Jetzt stieg in Emet mit der Berührung durch einen nicht willkommenen Mann der Zorn hoch. Hargroth genoss Emets Wut und fasste ihr an die Vulva. Der Wachtrupp sah starr durch die beiden hindurch. Du könntest ihre Schwester sein, Hargroth zögerte und rieb zwischen Emets Beinen, oder ihre Tochter! Emet ignorierte den anstößigen Übergriff, war fast genervt angesichts der langen Zeit, bis der Groschen endlich gefallen war. Wo ist sie? fragte sie mit funkelnden Augen und Hargroth musste klar sein, dass sie eine Antwort einforderte, nicht erbat, so wehrlos sie erscheinen mochte. Füge dich mir! raunte Hargroth im Genuss seiner Überlegenheit. Nur dann wirst du finden, wonach du suchst. Hast du Angst? fragte er spöttisch und zog seine Hand von ihrer Scham zurück um daran zu riechen.
Die Augenblicke, in denen Emet mit sich rang, erschienen ihr wie eine Ewigkeit, ihre Gedanken jagten einander im Abwägen aller Möglichkeiten. Angst? Vor fast nichts hatte sie Angst und sie ging klug und tapfer in jeden Kampf. Aber ihr Innerstes rebellierte gegen jede Macht von Menschen über Menschen, gegen die Misshandlung Wehrloser und jegliche Demütigung. Unfähig zur Gegenwehr zu sein, war eine Sünde in ihren Augen, so durfte sie sich auch nicht kampflos in die Ohnmacht ergeben. Einen Kampf zu verlieren, war keine Schande. Andererseits, war dies hier nicht ihre einzige Chance mehr zu erfahren auf ihrer Suche? Emet beugte sich vor und fragte leise mit einem spöttischen Lächeln: Du brauchst eine Leibgarde im Beisein einer Frau in Ketten? Selbst wenn du sie raus schickst, warten sie draußen auf deinen ängstlichen Hilferuf? Hast du Angst, dass dein Herz den Anforderungen der Leidenschaft nicht mehr gewachsen ist? Oder ist deine Lust nur die Knechtung der Frau, aber nicht fähig das Glück in ihrem Schoß zu suchen?
Zornesröte schoss Hargroth ins Gesicht. Emet hatte seine Ehre herausgefordert.
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