Er hatte, wenn der Höhepunkt erreicht war, nicht nur dieses Gefühl, dass sein Samen ihren Uterus füllte, sondern dass er auch noch mehr verlor, Schweiß allemal, aber auch irgendein Fluidum, das direkt von seiner Haut in ihre übertrat. Er wusste, dass das Blödsinn war, schließlich war er Naturwissenschaftler und kein Märchenerzähler, aber das Gefühl war nun einmal da, auch wenn es nicht wirklich geschah.
Es waren unglaubliche, seltsame Stimmungsschwankungen, denen er unterlegen war, wenn er, an den Pfahl gelehnt, auf die Höhepunkte wartete. Doch so langsam die Zeit dann verstrich, so schnell verrann sie, wenn die Frau bei ihm war. Sie war zwar meistens in seiner Nähe, aber ihre körperliche Nähe spürte er immer nur bei diesen Akten und den langen Nachspielen. Er hatte einerseits den dringenden Wunsch zu fliehen, die Freiheit wieder zu erlangen, dieser anfangs quälenden Langeweile, die er überhaupt nicht gewohnt war, zu entrinnen und natürlich auch tun und lassen zu können, was er wollte. Andererseits dieses Opium, Heroin, Kokain, Speed, Hasch, diese Sucht erregende Mischung, die sie ihm mit ihren Zärtlichkeiten und ihrem ungestümen, ungehemmten, maßlosen Sex bot. Diesem unglaublichen Sex,, den sie mit großer Regelmäßigkeit mindestens zwei Mal am Tag einforderte und austeilte. Er war überzeugt, dass sie es auch noch öfters tun würde, dass sie jederzeit für eine zusätzliche Nummer bereit war, es aber nicht forderte, um ihn zu schonen, um ihn möglichst lange voll funktionsfähig bei sich zu haben. Wenn er das Bier getrunken hatte und sie ihn, mit allerlei Gesten, obszönen Bewegungen, mit wollüstigem Lecken ihrer Lippen bis zur Schaustellung ihrer primären und sekundären Geschlechtsmerkmale, vorbereitete und erregte, ein bisschen Vorspiel, ein bisschen Anregung brauchte er schon, war er sich sicher, dass der ihr die zusätzlichen Freuden sogar geben konnte, denn auch sein Körper war unglaublich, seine Kräfte schienen endlos zu sein und das war nichts anderes, als ein gewaltiges Wunder.
Der Gefangene
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Der Gefangene
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