Gefangene der Gefühle

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Gefangene der Gefühle

Gefangene der Gefühle

Martina Bartels

Unruhig ging Lisa auf und ab. Bei jedem Schritt spürte sie das Reiben des Leders auf ihrer Haut. Vor dem Spiegel blieb sie stehen. Ihr Blick wanderte über ihre Erscheinung. Ihre glänzenden, schwarzen Haare, ihre leicht gebräunte Haut. Die Augen, Lisa versank in ihren eigenen Augen. Sie waren stahlblau und gaben den Weg frei in einen Ozean. Unendliche Weiten, ungeheure Tiefen und grenzenlose Traurigkeit.
Lisas Unterlippe bebte leicht, doch sie hielt Tapfer die Tränen zurück. Ihr Blick fuhr über ihre vollen Brüste, die in einem engen Leder-Bh steckten und wanderte weiter über das Lederkorsett. Es war sehr eng geschnürt, so dass Lisa kaum richtig atmen konnte. Unten waren zwei Lederriemen an dem Korsett befestigt, die, wie ein Slip ouvert, durch ihre Scham liefen. Fest drückten sich ihre blanken Schamlippen durch die Riemen.
Lisa hasste diesen Anblick, sie kam sich so offen und billig vor, aber da war er. Er liebte es, sie zu erniedrigen, seine Macht auszuspielen. Er war dominant, sehr dominant. Und sie, sie war niemals devot gewesen, bis sie ihn traf. Er hatte sie fasziniert, gefesselt, in seinen Bann gezogen. Da war dieser Reiz, das Kribbeln, die Erregung. Doch all seine Demütigungen ertrug sie nur aus einem Grund. Aus Liebe. Sie liebte ihn, wie sie noch niemals zuvor einen Menschen geliebt hatte.
Lisa war ihm hoffnungslos verfallen und ausgeliefert. Sie tat alles für ihn, auch wenn sie heimlich bittere Tränen weinte. Aber wenn sie brav war, und er sie dann für ihren Gehorsam belohnte, dann schwebte sie im siebten Himmel.
Ihre Gedanken schweiften ab. Sie erinnerte sich an das erste Treffen. Es war auf einer Fete bei Freunden. Lisa stand gelangweilt in der Ecke und nippte an ihrem Sekt, als er den Raum betrat. Seine Anwesenheit war fast körperlich spürbar. Eine Aura umgab ihn, unbeschreiblich. Maßlose Arroganz, Stärke, aber auch eine ungeheure Zärtlichkeit. Sein Blick und sein Lächeln...Nach einem Blick in seine Augen wusste Lisa, dass sie ihm ausgeliefert war. Verfallen, machtlos. Sie nahm nichts mehr wahr um sich herum, sah nur noch ihn. Als er auf sie zukam, hielt Lisa die Luft an. Als er sie ansprach fiel ihr beinahe das Glas aus der Hand.
Er sprach mit ihr, mit Lisa, der absoluten Durchschnittsfrau.
Niemals würde sie seine Worte vergessen, das Gefühl, seinen Atem auf ihrer Haut zu spüren. Seine Lippen, die flüchtig ihr Ohr berührten. Er sagte nur einen Satz. Gib mir deinen Slip! Niemals würde Lisa diese Worte vergessen. Den Blick mit dem er sie dabei ansah, das Lächeln auf seinen Lippen. Er sah aus, als hätte er gerade bei der Bedienung einen Kaffee bestellt.
Lisa zitterte und hielt es für einen Scherz, doch ein Blick in seine Augen genügte. Nervös strich sie mit ihrer Hand über ihren kurzen Rock und leckte sich über die Lippen. Dann drehte sie sich um und wollte die Toiletten ansteuern. Er musste ihre Gedanken geahnt haben, denn er hielt sie am Arm zurück.
Zieh ihn hier aus und gib ihn mir, hatte er gesagt. Lisa schoss die Röte in die Wangen und ihre Kehle wurde trocken. Doch es war wie ein Zwang. Sie sah sich schnell um und zog hastig den Slip über ihre halterlosen Strümpfe. Mit einer verlegenen Geste reichte sie ihm den Slip.
Er umschloss das Wäschestück mit der Hand und vergrub sein Gesicht darin. Tief nahm er ihren Geruch auf. Diese Geste reichte aus, um Lisas Säfte fließen zu lassen. Du bist ein braves Mädchen, hatte er ihr zugeflüstert. Dann nahm er sie in den Arm und küsste sie voller Zärtlichkeit. Wie zufällig glitt eine Hand dabei über ihre Brüste. Er spürte wie Lisas Warzen sofort auf seine Berührung reagierten. Ein Lächeln huschte über sein Gesicht. Sein Körper schützte Lisa vor neugierigen Blicken. Kommentarlos schob er ihren Rock nach oben und begann sie zu masturbieren. Nach wenigen Minuten zuckte Lisas Körper und die Wellen trugen sie davon.
Er zog ihren Rock zurecht und schob ihr seinen Finger zwischen die Lippen. Hier, schmeck deine Geilheit, du Luder, hatte er zu ihr gesagt. So hatte es begonnen.
Lisa verstand noch immer nicht, warum sie, sie, die ein nichts war, doch er machte sie zu etwas besonderem. Er bewies ihr das Gegenteil. Er trug sie auf Händen, oder trat sie mit Füßen. Aber es lag alleine an ihr. Lisa wusste das. Wenn er sie berührte, küsste, streichelte...Er wusste genau, was Lisa brauchte. Nur er konnte ihr diese süßen Qualen bescheren. Er trieb sie bis auf den Gipfel der Lust, oder ließ sie in der Hölle schmoren.
Lisa dachte an seine Hände, wie sie ihren Körper erforschten, aus ihrem Körper eine einzige brennende Fläche machten.
Leise stöhnte sie auf und glitt unwillkürlich mit ihrer Hand über ihre harten Warzen. Sie spürte die Hitze in ihrem Schoß. Wenn er ihre Haut mit seinen Lippen berührte, so lange bis sie nach Erlösung bettelte. Wenn er dann in sie eindrang und sie zum Höhepunkt trieb. Hart, fast brutal, bis ihr Körper zu zucken begann und die Wellen der Lust sie überfielen.
Nur er konnte ihre diese Befriedigung geben. Diese völlige Erfüllung. Die absolute Befriedigung. Dafür war sie bereit, alles zu dulden. Seine Demütigungen, seine Erniedrigungen, wenn er sie betteln und flehen ließ, wenn er sie auslachte und ihr doch keine Erfüllung schenkte...Ihre Gedanken überschlugen sich.
Lisa unterbrach ihre Wanderung und spürte die feuchte Spur auf ihren Schenkeln. Ihre Grotte war nass und heiß. Sie spürte diesen unumgänglichen Drang nach Befreiung Ihr Atem ging hastig. Sie setzte sich mit weit gespreizten Schenkeln auf einen Stuhl und tauchte tief ein in ihre Nässe. Sie genoss es, sich selber zu manipulieren. Zu reizen, aber nicht zu viel...Ganz langsam ihre Lust zu steigern, das kontinuierliche Zucken ihrer Muskeln. Wie von selbst wurden ihre Finger immer schneller und trieben sie aufstöhnend zum Höhepunkt.
Immer den Blick zur Tür gewand, wenn er sie so sehen würde... Lisa blieb so sitzen, bis ihr Körper sich wieder beruhigt hatte, ehe sie ins Bad ging. Befriedigung empfand sie nicht, nein, nur etwas Erleichterung. Während sie ihr erhitztes Gesicht wusch, hörte sie wie er das Haus betrat.
Ein Blick in den Spiegel. Ihre Augen glänzten wie im Fieber, die Pupillen unnatürlich geweitet. Ihre Lippen glänzend rot. Schnell strich sie über ihre Brustwarzen bis die Nippel sich aufrichteten und zog die Lederriemen zurecht. Noch einmal huschte ein bitteres Lächeln um ihre Mundwinkel, als sie sich so im Spiegel sah. Lisa fühlte sich wie ein Stück Fleisch, eine Ware, zur Schau gestellt. Die harten Warzen, die Schamlippen, in die die Lederriemen schnitten, ja, so würde er sie lieben. Tapfer unterdrückte Lisa diese Gedanken und lächelte ihrem Spiegelbild zu. Ich werde heute ganz brav sein zu ihm, weil ich ihn liebe.
Als sie die Treppe nach unten ging, spürte sie bereits das schmerzhafte Ziehen im Unterleib, die Hitze in ihrem Schoss und die Nässe zwischen ihren Schenkeln. Das bloße Wissen um seiner Anwesenheit reichte aus, um sie in höchste Erregung zu versetzen. Lächelnd beschleunigte sie ihre Schritte.

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