Geflüchtet

57 11-18 Minuten 0 Kommentare
Geflüchtet

Geflüchtet

Andreas

Vitali haute sie kräftig, doch sie genoss jeden einzelnen Handschlag. Sein steifer Penis kitzelte ihre Scham, bis sie es endlich zugeben musste. „Es ist genug, ich kann nicht mehr aushalten. Bitte, sei wieder lieb, Vitali!“ Er hielt sofort ein. Sanft fuhr seine Hand über die geschundenen Bäckchen seines Mädchens. Die Hitze ihres Pos übertrug sich auf Vitalis Nervenenden. Er strich zwischen ihre Schenkel, führte seine Hand zu ihrer pochenden Scham. Julia keuchte, als er ihre Nässe erkundete. „Schlaf mit mir – jetzt!“ Während die jungen Menschen in Onkel Josefs Scheune ihre Liebe erkundeten, sorgten sich ihre Eltern um die Zukunft. Kolja und Lydia besprachen sich mit Victor und dessen Frau Katerina. Kolja bot Victor an, bei ihnen zu wohnen, bis die eigenen Truppen aus der Hauptstadt einträfen. Katerina tendierte dazu, die Stadt zu verlassen. Sie schlug vor, zu versuchen das Nachbarland zu erreichen, wo sie Verwandte hatte. Kolja und Lydia rieten ihr ab. Es war zu unsicher, da sich Milizen herumtrieben, die auf Geflüchtete Jagd machten. Katerina entschied sich unter Tränen dazu diesem Rat zu folgen. In Onkel Josefs Scheune stieß Vitali einen Seufzer aus. Er blickte mit traurigen Augen auf das nackte Mädchen. Vitali wirkte nicht nur enttäuscht – er war es tatsächlich. In seiner Aufregung spielte ihm sein Körper einen Streich, der ihm schwer zu schaffen machte. Julia versuchte ihn zu trösten. „Das macht nichts, Vitali! Es war sehr schön mit dir und ich mag meinen warmen, roten Popo!“ Vitali lächelte sogar. „Es war das Kondom, das mich aus dem Tritt gebracht hat. Es ist peinlich, wenn ein Mann seine Frau nicht befriedigen kann!“ Julia versetzte ihm eine sanfte Ohrfeige. „Rede keinen Unsinn! Du hast mich glücklich gemacht. Beim nächsten Mal wird es besser klappen. Dafür lege ich meine Hand ins Feuer!“ Vitali drückte seine Freundin an sich. „Ich liebe dich, Julia!“ Sie erwiderte sein Geständnis, indem sie ihm einen langen Kuss schenkte. Das Abenteuer in Onkel Josefs Scheune brachte ein klein wenig Normalität in den kriegsgeprägten Alltag. Julia dachte darüber nach, ob sie mit Vitali das Land verlassen sollte. Sie könnte über Polen nach Deutschland gelangen und von dort nach Frankreich. Julia konnte dem Patriotismus ihrer Eltern nicht viel abgewinnen. Sie misstraute dem Staatschef, der in olivgrüner Kampfmontur Durchhalteparolen predigte. Julia verachtete den nachbarlichen Aggressor noch mehr, der ihre Heimat mit Verwüstung überzog. Julia rieb ihre prickelnden Pobacken, als sie an einen Abschied dachte. Es musste ein anderes Leben geben, als es ihr hier geboten wurde. Julia betrachtete ihren Hintern. Die Farbe erinnerte sie an einen Krebs, der in heißes Wasser gelegt wurde. Das Klatschen von Vitalis Hand brannte sich für immer in ihre Erinnerung ein. Julia wollte ein normales Leben, wie es ihre Altersgenossinnen kannten. Julia weinte. Sie konnte die Tränen nicht aufhalten. Julia bekam Angst- eine furchtbare Angst. Was würde geschehen? Niemand konnte es vorhersagen. Da ertönten die Sirenen. Julia sprang auf, um in den Luftschutzkeller zu flüchten. Sie dachte an Vitali, als schwarzer Rauch ihre ganze Welt verdunkelte.

Klicke auf das Herz, wenn
Dir die Geschichte gefällt
Zugriffe gesamt: 2965

Sie müssen sich anmelden, um Kommentare hinzuzufügen.

Gedichte auf den Leib geschrieben