Geflüchtet

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Geflüchtet

Geflüchtet

Andreas

„Das war eine Handgranate! Ich glaube, dass sie bald hier sind!“ Kolja beruhigte den Verzweifelten. „Nein Victor, ich tippe auf einen Blindgänger, der aus einem der Flugzeuge kam. Ich werde nachsehen, ob ich etwas erkennen kann.“ „Ich gehe mit dir!“ Victor und Kolja traten auf die Straße. Dort fanden sich bereits einige Nachbarn, die durch die Explosion geweckt wurden. Kolja erfuhr, dass es sich tatsächlich um eine abgeworfene Granate handelte, die durch eine Erschütterung zur Explosion gebracht wurde. „Irgendein armer Teufel ist mit ihr in die Luft geflogen!“ Victors Stimme zitterte. Sein Sohn Vitali traf im schmalen Flur des Hauses auf Julia, die wie er aus dem Schlaf gerissen wurde. Trotz der Detonation wollte er zuerst über etwas anderes reden. „Was hat deine Mama gesagt? Hat sie dich…?“ Julia lächelte leicht verlegen. „…übers Knie gelegt? Nein, aber ich habe gemerkt, dass sie kurz davorstand. Es ist mir peinlich, dass sie uns so gesehen hat.“ Vitali fühlte sich schuldig. Wie konnte er das blanke Hinterteil dieses Mädchens küssen? Es herrschte ein barbarischer Krieg und Vitalis Familie wurde von Julias Eltern aufgenommen. „Entschuldige bitte! Ich hätte es nicht tun sollen!“ „Ich habe mich freiwillig über den Tisch gebeugt. Vielleicht sollte ich dafür bestraft werden?“ Vitali spielte den Unschuldsengel. „Du meinst, weil du mich verführt hast. Es stimmt auch, dass du mir deinen nackten Po gezeigt hast!“ Vitali versuchte, seiner Stimme einen strengen Anstrich zu verpassen. Julia empfand seinen dominanten Versuch als anregend. Sie hatte sich nicht nur einmal vorgestellt, wie ein Mann ihr gegenüber handgreiflich wurde – wenn auch auf liebevolle Weise. „Du darfst mich übers Knie legen wie ein ungezogenes Mädchen.“ Julia überwand ihre Zweifel. „Hier im Haus wird es nicht gehen. Lass uns morgen in Onkel Josefs Scheune gehen. Sie steht ganz in der Nähe.

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