Die geheimnisvolle Maskierte

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Die geheimnisvolle Maskierte

Die geheimnisvolle Maskierte

Joana Angelides

Ihre Zunge suchte nun seine Brustnippel, ihr Zeigefinger drehte sich in seinem Nabel. Er wimmerte wollüstig, ließ sie gewähren. Als sie sich langsam über ihn beugte, ein Bein über ihn schwang und nun endlich sein mächtiges Schwert in sich aufnahm, gurrte er laut und fordernd und begann nach oben zu stoßen. Nun jedoch blieb ihr der Atem weg. Seine Kraft und seine Leidenschaft waren immens, er stieß zu, krallte sich in ihre Lenden, hob und senkte sie nach seinem Verlangen und gab seiner Vorstellung, sie als Stute zu sehen, volles Leben.
An sich wollte s i e ihn reiten, doch nun stellte sich heraus, dass e r sie ritt und zwar unerbittlich. Gleichzeitig mit ihm entlud sich auch ihr Körper, sie schrie, da sich scheinbar glühende Speerspitzen in ihren Unterleib gruben. Es wurde ein Ritt auf einem Vulkan. Sie schrie, er solle aufhören, bat um Gnade, doch er dachte gar nicht daran nun aufzuhören, er trieb sie vor sich her, ließ ihr keinen Moment der Erholung, drückte sie fest auf sein Becken, sodass sie sein Schwert tief in sich spürte und ergoss sich mit voller Wucht. Es war nicht mehr zu unterscheiden, wer nun wen zum Wahnsinn treiben wird.
Sie brach zusammen; keuchend lagen sie übereinander.
„Also, Du bist die beste Stute im Stall, ich sollte Dir mein Brandzeichen einbrennen, Dir ein Zaumzeug anlegen und Dich auch einmal von hinten reiten, Dich quer durch den Raum treiben!“
In solchen Momenten war er ein Tornado, der nicht zu beherrschen war. Es wurde ihr klar, dass er es das nächste Mal in die Tat umsetzen wird. Bei dieser Vorstellung schauderte es Natalia.

Sie löste sich langsam aus den Laken und ging mit zitternden Knien zu dem Paravent, der den Raum teilte. Dort musste sie sich setzen und tief Luft holen. Scheinbar galt hier die Ballade vom Zauberlehrling, er war ihr ebenso entglitten, wie diesem der Besen.

Sie hörte, wie er sich wieder anzog und dann den Raum verließ. Er hatte akzeptiert, dass sie sich hinter dem Paravent verkroch. Auf dem kleinen Tischchen neben dem Bett hatte er eine beträchtliche Summe hinterlegt, was wohl seine Zufriedenheit mit der Stute Lydia ausdrückte.
Heute wird sie Pjotr nicht brauchen, um ihrer Lust die entsprechende Krönung aufzusetzen.

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