Geheimnisvolles Cerespoly

Nach dem großen Sterben – Teil 1

58 11-18 Minuten 2 Kommentare
Geheimnisvolles Cerespoly

Geheimnisvolles Cerespoly

Reinhard Baer

Daraufhin fickte ich sie aus lauter Langeweile den Rest des Abends in meinem Kopf in allen erdenklichen Stellungen durch, bevor ich in einen unruhigen Schlaf fiel.

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Am nächsten Tag brachte eine Andere Essen, halb so hübsch wie die vom ersten Tag. Ich lernte, dass die Essenholer tageweise wechselten. Mittags kam Sue: „Wollte nur mal schauen wie es unserem Gast geht“, murmelte sie. Ohne mich wirklich danach zu fragen, war sie wieder weg. Zurückblieb nur eine mächtige Parfümwolke. Mir kam der Besuch eher wie eine unauffällige Kontrolle der Wächterin vor.
Ich versuchte aus lauter Langeweile permanent mit den Wächterinnen ins Gespräch zu kommen, aber keine Variante zog, weder die sachliche, noch die charmant-betörende … und auch die obszöne Ansprache führte zu keiner Reaktion … Ja, auch die Ü18-Version hatte ich ein paarmal angewendet, aber nicht bei den hübschen! Auch wenn sie nicht reagierten, es hatte trotzdem Spaß gemacht. Das waren dann Sprüche wie „Ey, Nutte, komm mal her. Kannst mir einen blasen! Ich schenke dir ein bisschen Eiersaft, haste doch bestimmt schon lange nicht mehr bekommen. Hinterher darfst du ihn mit deinem Blasmaul sauberlecken, du kleines Flittchen!“ oder ähnlich kreative Monologe.
O.k., ….. eine kam tatsächlich! Aber anders als von mir vorgeschlagen. Sie ging zielstrebig an mir vorbei zum Schrank, holte eine Peitsche raus und schlug mich damit einmal voll auf den Brustkorb. So heftig, dass mir kurzzeitig hören und sehen verging. Aber was soll ich sagen? Das war es wert gewesen! Und daher sprach ich so oder ähnlich noch mehrfach zu denn mich bewachenden Kettenhündinnen.
Ach, - noch etwas geschah am zweiten Tag! Die hübsche, die mir am ersten Tag serviert hatte, kam herein, ging zur Tafel, strich den zweiten Namen „Jill“ aus und ein, zwei Stunden später kam eine andere, korpulent und darüber hinaus auch noch ungepflegt wirkende, Frau und schrieb an die vierte, nun eigentlich dritte, Stelle: „Meredith“. Was es mit dieser Liste auf sich hatte, sollte ich sehr bald erfahren. Auch, dass man fremden Damen nicht leichtfertig seinen Eiersaft anbietet, lernte ich alsbald.

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Danke liebe(r) Wolkenspiel,

schreibt Anamur

nett mal eine klitzekleine Ressonanz zu vernehmen. Diese Art von Geschichten waren hier mal ein Versuch, fallen aber doch für viele anscheinend sehr aus dem Rahmen. R.

Ein Epos!

schreibt Wolkenspiel

Jetzt habe ich alle 33 Teile gelesen und bin stark beeindruckt. Eine interessante Handlung in einer kaputten Welt, Menschlichkeit und Grausamkeit, Liebe und Sex. Sehr lesenswert! Mögen uns diese Erfahrungen erspart bleiben....

Gedichte auf den Leib geschrieben