Neben dem Farmhaus stand ein Rundzelt, einer mongolischen Jurte nicht unähnlich, vielleicht 7, 8 Meter im Durchmesser. Im Gegensatz zu den einfach hochgezogenen Unterkünften für die Masse der Bewohner war dies entweder ein besonderer Ort, ein Versammlungsraum oder eine Art Kirche vielleicht. Auch eine höher gestellte Person könnte hier wohnen.
Tauschgeschäfte
Ich wurde zum Haupthaus der Farm geführt, vor dessen Haupteingang links und rechts der Tür zwei weitere Frauen im obligaten Khaki und Schwarz Wache standen. Ein ganz schöner Aufwand, dachte ich und war nicht sicher um es sich dabei um Protzerei oder notwendige Vorsichtsmaßnahme handelt? Im Haus durchquerten wir die Eingangshalle und traten in ein großes, sehr repräsentatives Office. Eine Frau, etwa Mitte Fünfzig, brünette Hochsteckfrisur, von der Kleidung her ziemlich aufgedonnert, thronte hinter einem stattlichen Schreibtisch. Sie erhob sich, kam auf mich zu und gab mir die Hand. „Sue“, sagte sie, „willkommen in Cerespoly“. Zum ersten Mal erfuhr ich wie die Siedlung genannt wurde, hatte aber keine Zeit mich über diesen merkwürdigen Namen zu wundern. Sue nickte den Wachen unmerklich zu, und diese verließen den Raum.
Wenig später verhandelten wir. Es stellte sich bald heraus, dass sie in Cerespoly noch einiges mehr als nur Penicillin gebrauchen konnten und auch für mich hatten sie zur Kompensation manches nützliches Tauschgut.
Also eigentlich alles ganz nett, wenn mir da nicht inzwischen diese vollständige Abwesenheit von Männern und männlichen Jugendlichen immer schärfer bewusst geworden wäre. Ich hatte kein gutes Gefühl dabei ... Ich fragte danach. Sues Antwort kam schnell. Diese seien auf mehrtägigen Jagd- und Beutezügen und es wären ohnehin nicht so viele, denn eine ganze Reihe von Ihnen wären draußen den Donalds oder verbrecherischen Outlaws zum Opfer gefallen.
Danke liebe(r) Wolkenspiel,
schreibt Anamur
Ein Epos!
schreibt Wolkenspiel