Geheimnisvolles Cerespoly

Nach dem großen Sterben – Teil 1

59 11-18 Minuten 2 Kommentare
Geheimnisvolles Cerespoly

Geheimnisvolles Cerespoly

Reinhard Baer

‚Smith‘ mein treues Pferd, das mich schon seit zwei Jahren zuverlässig begleitete, spitzte die Ohren. Es erkannte mich schon von weitem an meiner Stimme. Immer noch versuchten zwei, mir von Sue mitgegebene Wächterinnen mich zum Bleiben zu überreden. Aber ich ließ mich auf nichts ein und verlangte nach meinen Waffen.
Und das, meine Freunde, war mein zweiter Fehler an diesem Tag ….

Die Jurte

Als ich das Tor erreichte und begann ‚Smith‘ loszubinden, traf mich ein Gewehrkolben am Hinterkopf. Dass ich gefällt wie ein Baum in den Staub krachte, merkte ich schon nicht mehr …
Als ich aufwachte, fasste ich instinktiv an meinen schmerzenden Hinterkopf, noch bevor ich die Augen öffnete. Nichts dramatisches, offenbar eine kleine blutverkrustete Platzwunde – tat einfach nur scheißweh. Ich öffnete die Augen. Ein großer fast leerer runder Raum. An den Wänden rundherum verkleidet mit Stoffen, edel wirkenden Tuchen. Das musste der Rundbau neben dem Haupthaus der Farm sein!
Ein Blick auf die Uhr zeigte mir, dass ich etwa 10 Stunden weggetreten war. Es war früher Morgen, 4.13 Uhr. Ich wollte aufstehen und nahm die Beine vom Bett, auf das man mich gelegt hatte. Es klirrte. Was war das? Erst jetzt bemerkte ich die Fußfessel an meinem rechten Bein. Diese war mit einer stabilen Kette an einem einbetonierten Eisenring befestigt. Die Stiefel hatten sie mir ausgezogen und dabei natürlich das Messer gefunden. Nach der versteckten Pistole musste ich nicht tasten, da der Druck des Gurtes fehlte. Die also auch! Das waren keine Anfänger! Ich konnte aufstehen, was ich auch tat, mich aber höchstens eineinhalb Meter in jede Richtung bewegen.
Ich hatte es gewusst! Hier war irgendwas ganz und gar nicht in Ordnung! Meine Instinkte täuschten mich selten. Ich hätte diesen gastlichen Ort unbedingt verlassen müssen, aber viel geschickter, als ich Depp das angefangen hatte.

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Danke liebe(r) Wolkenspiel,

schreibt Anamur

nett mal eine klitzekleine Ressonanz zu vernehmen. Diese Art von Geschichten waren hier mal ein Versuch, fallen aber doch für viele anscheinend sehr aus dem Rahmen. R.

Ein Epos!

schreibt Wolkenspiel

Jetzt habe ich alle 33 Teile gelesen und bin stark beeindruckt. Eine interessante Handlung in einer kaputten Welt, Menschlichkeit und Grausamkeit, Liebe und Sex. Sehr lesenswert! Mögen uns diese Erfahrungen erspart bleiben....

Gedichte auf den Leib geschrieben