Georgines Enkelinnen

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Georgines Enkelinnen

Georgines Enkelinnen

Andreas

Georgine setzte sich, während Sarah und Tara eine halbe Stunde die Wände bewundern durften. Die Großmutter las weiter in ihrem Roman, den sie sich vorsorglich eingesteckt hatte. Als die halbe Stunde um war, durften die Mädchen zu ihr kommen.

Georgine erlaubte ihnen, sich da hinten etwas Linderung zu verschaffen. Vier Hände flogen rückwärts, wo sie sich über ziemlich heiße Bäckchen legten. Sarah entschuldigte sich bei der Großmama, die ihr nun zärtlich übers Haupt streichelte. Dann kam auch schon Tara, um ihre Absolution zu empfangen. Georgine knuddelte sie, klapste ihr dabei sanft auf die Pobacken. Georgine wies die beiden Schlingel an, sich nebeneinander auf den Bauch zu legen. Die kundige Großmutter griff zu einem altbewährten Hausmittel, das ihr selbst schon gute Dienste geleistet hatte. Bald glänzten beide Popos, da Georgine fast die ganze Cold Creme aufbrauchte. Die Dame lächelte milde.
Endlich gab es für sie wieder etwas Sinnvolles zu tun. Georgine fühlte sich verpflichtet, ihren Enkelinnen zu helfen, ihren Platz im Leben zu finden. Einen eklatanten Mangel an Erziehung stellte die Großmutter bei beiden jungen Frauen fest. Bei Tara war ja nun das meiste geregelt, da sie dieser Vereinbarung zugestimmt hatte. Das aufsässige Mädel würde bestimmt noch manches Mal mit einem roten Po von der Schule kommen. Sarah machte ihr mehr Sorgen, da sie schon älter war.

Es gab leider keine Universität, die auf solche Erziehungsmethoden setzte. Georgine würde nicht umhin kommen, sich selbst darum zu kümmern. Sarah brauchte eine strikte Überwachung, da war sich Georgine sicher. Sie setzte einen Vertrag auf, in dem alles Nötige festgehalten wurde. Während die Mädchen auf ihren Bäuchen liegend ins Traumreich glitten, arbeitete Georgine an diesem Schriftstück. Am nächsten Morgen legte sie es Sarah vor, noch bevor es Frühstück gab. Sarahs Mundwinkel zeigten nach unten, als sie die neuen Regeln schwarz auf weiß vor sich hatte.

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